SelbstHeilung.me

"Die Ursache liegt im Denken" J.Krishnamurti

Heilung des Tages

Denn auch Gedanken, die Macht gewinnen wollen, hängen sich an Gedanken, die schon Macht haben. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll; der Unterschied zwischen einem strebenden und einem streberischen Gedanken läßt sich kaum fassen.

Autor: Adolf Frisé und Robert Musil
Werk: Der Mann ohne Eigenschaften, Erstes Buch, Kapitel 101
ISBN: 3499134624

Interpretation:

Gedanken, die Macht gewinnen wollen, sind Ideologien. Es sind Gedanken der Rechthaberei, der Ignoranz und werden benutzt, eigene Interessen zu rechtfertigen, um andere Interessen zu unterdrücken.

Wenn sich eine neue Ideologie gegen eine alte gewaltfrei durchsetzen will, muss sie die alte Ideologie in sich assimilieren können. Sie muss den Befürwortern des Alten glaubhaft machen, dass sie im Neuen aufgewertet werden würden. Sie muss ihnen einen fruchtbaren Prozess der Überwindung von Widersprüchen erkennen lassen. Am Ende des Übergangs wird sich jedoch immer herausstellen, dass die neue Ideologie die alte vollständig getilgt hat.

Der strebende Gedanke ist dabei die ursprüngliche Idee, die sich zur Ideologie, oder zu einem Konzept entwickelt hat. Streberische Gedanken beziehen sich auf den Weg, zur Durchsetzung der neuen Ideologie.

Beispielgebend möchte ich die neokonservative Ideologie anführen, die sich gegen den Humanismus (soziale Marktwirtschaft) durchsetzen konnte, indem sie den Humanismus in sich integrieren konnte, indem sie ihm glaubhaft machen konnte, wohlwollende Verbesserungen zu erzielen. Am Ende dieses Prozesses, stellte sich jedoch etwas ganz anderes heraus. Die Absicht der absoluten Macht ist in der Ideologie der NeoCons verborgen. Viele derer Anhänger wissen es jedoch selbst nicht. Denn die Täuschung ist groß.

Und absolute Macht kann nichts Gutes versprechen. Deshalb zeigt sie sich nicht als der ursprüngliche (strebende) Gedanke sondern versteckt sie sich im verschleiernden (streberischen) Gedanken. Das Verhalten von neokonservativen soll ausdrücken, dass doch alles nicht so schlimm sei. In Wahrheit wirken sich ihre Absichten vernichtend aus. Sie übersehen dabei, dass sie dadurch auch sich selbst vernichten.

Wenn wir die gegenseitige Ausrottung nicht wollen, müssen wir erkennen, dass wir den Wettbewerb beenden und in die Kooperation gehen müssen. Dies gelingt nur indem wir alle Ideologien, alle Glaubenssätze, alle Versprechungen, Verheißungen und Lobpreisungen über den Profit loslassen. Wir müssen die von außen auf uns einwirkenden Identifikationen fallen lassen, um den Weg zu uns selbst zu finden. Denn nur durch uns selbst und in uns selbst ist der Frieden, nach dem wir immer suchten. Dieser Weg führt uns heraus aus dem Kampf, heraus aus dem Wettbewerb und hinein in die bedingungslose Liebe. Und die Liebe ist keine Ideologie. Sie ist auch kein nach Macht strebender Gedanke. Sie ist einfach da und freut sich uns ihre fruchtbaren Energien zu bringen, die wir ein Leben lang vermissen mussten.


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