SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Denke dir einen leidenschaftlichen Spieler. Erwacht die Lust in ihm, so ist es, als hinge sein Leben an ihrer Befriedigung; ist er aber imstand, zu sich selbst zu sagen: „In diesem Augenblick will ich nicht, erst in einer Stunde“, so ist er geheilt.

Autor: Sören Kierkegaard
Werk: Kierkegaard – Philosophische Schriften
ISBN: 3861508532

Interpretation:

Wir selbst sind die leidenschaftlichen Spieler. Wir spielen mit unserem Leben, indem wir in aller Welt zu plündern gedenken.

Da mag der eine oder andere Vielleicht sagen: „Das sind doch nur irgend welche durchgeknallten Leute in gewissen Kreisen der oberen Zehntausend.“ Nein, sage ich, das sind wir selbst.

Jeder einzelne von uns benötigt Geld zum Leben. Allein aus dieser Tatsache heraus unterliegt dem Geld immer der Mangel. Hinzu kommt, dass man dem Geld nicht ansehen kann, ob es aus sogenannten sauberen Geschäften stammt, oder aus anderen. Es zählt allein der Faktor, wie viel Geld in unserem Besitz ist.

Deshalb ziehen wir es vor so viel Geld wie nur möglich zu bekommen und so wenig Geld wie nur irgend nötig für unseren Konsum auszugeben.

Es gibt aber einen Trick, wie man an noch mehr Geld heran kommen kann. Das ist der Kredit. Den bekommt man jedoch nur, wenn schon genügend Geld da ist. Mit dem Kreditgeld, das weitestgehend aus dem Nichts geschöpft wird, gehen wir einkaufen. Dadurch erhöht sich die Nachfrage nach Konsumgütern, die wir in dieser Menge nie bekommen würden, gäbe es nicht das Kreditgeld. Die erhöhte Nachfrage muss aber mit Waren gedeckt werden.

Im Jahr 2010 war die Geldmenge in der Welt 65 mal höher, als man auf der gesamten Erde an Waren, Dienstleistungen, Sachwerten oder Aktienwerten kaufen könnte. Wie viel Geld heute existiert kann niemand mehr genau sagen. Das bedeutet, dass die Nachfrage um ein Vielfaches höher ist, als man für sein Geld kaufen kann. Normalerweise würde dieser Zusammenhang zwangsläufig zu einer rasanten Inflation führen. Da wir keine Inflation haben ist dies ein sicherer Hinweis darauf, dass das westliche Imperium beabsichtigt den Rest der Erde mittels Schuldgeld aufzukaufen, obwohl es nichts Wert ist, aus dem Nichts geschöpft ist, selbst keinen Wert hat, um sie dadurch unter ihre Kontrolle zu bringen. Aber wer ist das westliche Imperium? Das sind wir selbst über unseren Umgang mit Geld und über unseren Konsum.

In der Lebensmittelproduktion schaut es derzeit so aus, dass in den westlichen Ländern noch nie so viele Lebensmittel weggeworfen wurden, wie heute. Trotz Armut und Obdachlosigkeit. Die hier verkauften Lebensmittel werden jedoch kaum mehr auf deutschen Äckern angebaut, sondern in der Regel dort, wo es ganzjährig warm ist. Wegen des Profits versteht sich. Denn in diesen Ländern sind die Löhne so niedrig, dass die heimische Produktion mit den Importen nicht mehr konkurrieren kann. Aber dadurch steigen in diesen Ländern die Preise für Lebensmittel, weil die Ackerflächen für die einheimische Produktion immer knapper werden. Des Weiteren steigen die Preise für Trinkwasser, wenn überhaupt genügend vorhanden ist.

Die meisten Ackerflächen in Deutschland hingegen werden zur Produktion von Grünzeug für die Biotreibstoff-Produktion verwendet.

Unser Leben hängt nicht davon ab jederzeit jedes Produkt rund um die Uhr kaufen zu können, sondern dass wir es nicht sein lassen können. Wir sind süchtig nach Kirschen im Winter, nach Weintrauben im Frühjahr und nach Erdbeeren unter dem Weihnachtsbaum.

In der Bekleidungsindustrie schaut es noch viel schlimmer aus. Der Internationale Währungsfond (IWF) gewährt zum Beispiel dem Staat Bangladesch Kredite, natürlich mit Auflagen. Die Auflagen sind, dass der Staat Bangladesch die Fabriken nicht schließen darf. Er darf nicht dafür sorgen, dass die Fabrikbesitzer der Bekleidungswirtschaft bereits festgesetzte Mindestlöhne zu zahlen haben. Mithilfe des IWF wird in vielen Teilen der Erde die Sklavenwirtschaft manifestiert. Denn die Menschen haben keine andere Wahl, als ihr Leben den Fabriken zu übereignen. Denn der Lohn genügt nur für einen Teller Suppe am Tag.

In vielen deutschen Großstädten sehen wir die jungen Mädchen mit den riesigen Einkaufstüten umherstolzieren. Vollgestopft mit Klamotten, die sie womöglich nie wirklich tragen werden. Da fragt man sich wirklich, mit welcher Gedankenlosigkeit Menschen hierzulande durch ihre Welt gehen.

Wer will es den Menschen verdenken, wenn sie ihr Leben nicht den Fabriken übereignen, sondern den Schlepperbanden, die es ihnen versprechen nach Europa gehen zu können, weil sie in ihrer Heimat kaum mehr eine Lebensgrundlage sehen? Aber Europa erscheint ihnen ale eine Illusion. Was sie von Europa wissen hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Dadurch holen wir uns die Konflikte direkt vor unsere Haustür. Wir können protestieren, so viel wir wollen, es nutzt nichts. Erst wenn die Lebensgrundlagen vor Ort, in der Heimat der Menschen wieder lebenswert sind, bleiben die Manschen in ihrer Heimat.

Wir sind es einmal mehr selbst, indem wir uns unsere Konflikte selbst erschaffen. Wir sind die Schöpfer der Welt in der wir leben.

Es wird Zeit „Nein“ zu sagen; „Heute brauche ich diesen Plunder nicht.“

Das Finanzsystem von morgen – Wege in die Freiheit

Quelle: quer-denken.tv


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