SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Und immer geiler der Holunder im Dunkelgrünen blüht und in der Nacht wie ein Verführer blind sich müht. Er hat sich in der schwülen Luft breitbrüstig aufgemacht. Er lacht an allen Gartentüren, wie ein Brandstifter heimlich lacht Die Wurzel seinen Rumpf mit viel Geheimem gern ernährt und um ihn rings die Luft toll von den tollsten Schwüren gärt. Er hat schon manchen Schrei erstickt mit seiner Blüten Brunstgeruch Und hat oft Zweien Leib an Leib ein Dach für Lust und Fluch gewährt, daß manche Hand nach Jahren noch an’s Herz sich fährt.

Autor: Max Dauthendey
Werk: Gedichte und Lieder
ISBN: B00A78WMYM

Interpretation:

Max Dauthendey ist für seine erotische Literatur bekannt. Er lebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, für damalige Verhältnisse sehr international.

Das bedeutet, er muss sich selbst als spirituell frei betrachtet haben. Anders ist die mystisch erotische Denkweise kaum erklärbar.

Holunderblüten Der Holunder war für die Menschheit immer schon von großer Bedeutung. Da die Sexualität eine sehr enge Verbindung zur geistigen Schöpferkraft hat, ist der Holunder sowohl als Rauschmittel, als auch als Schutzmittel vor bösen Gedanken zu betrachten.

Der begriff „Geil“ wird in der Botanik für überschnell nach oben wachsende, ungesund üppige wuchernde Pflanzen verwendet. Der Holunder ist wahrlich schnellwachsend. Man kann ihn als Strauch immer wieder zurückschneiden, er wird immer neu nach oben schießen.

Der Name Holunder leitet sich von nordischen Mythen ab. Der Strauch kann mit der Göttin der Unterwelt ‚Frau Holle‘ in Verbindung gebracht werden.

„Hol under“ (Holt sie herunter zu euch! Daraus leitet sich der Begriff „Die Hölle da unten“ ab.) hieß es, wenn man böse Seelen in die Hölle schicken wollte. Geistige Besetzungen gab es immer schon. Um Besetzungen zu lösen, trank man sich mit einem Holundergebräu in einen Trance-Zustand. Das Gebräu hatte sicher noch viele weitere, manchmal auch unappetitliche Ingredienzien, aber der Glaube an die Wirkung des Holunders hat bis heute überdauert.

Dem Holunderstrauch können also sowohl Unheil bringende als auch positive Eigenschaften nachgesagt werden.

So wird er als Mittel zur Abwehr gegen schwarze Magie und gegen böse Geister verwendet. Deshalb soll er auch vor Feuer und Blitzeinschlag schützen. Unter einem Holunderstrauch soll man vor Schlangenbissen und Mückenstichen sicher sein. Weil er dafür sorgte böse Geister in die Hölle hinab fahren zu lassen, geht man davon aus, dass er wohlgesinnte Hausgeister beherbergen würde. Alles in allem, machten die Erfahrungen der Menschen den Strauch bis heute in vielen Gärten heimisch und unentbehrlich.

Aber was sind Geister überhaupt? Natürlich können die sogenannten Besetzungen sein, von Seelen verstorbener, die nicht gehen wollen. Es können aber auch böse Absichten sein, die wir in uns selbst wecken. Es sind die Absichten, die wir in unserem Ego verorten würden. Also die Habgier, die Wollust und Völlerei. Wer damals so drauf war, musste böse Geister in sich tragen. Ihm musste geholfen werden. Man stelle sich das mal heute vor. So viel Holunder gibt es gar nicht, diese Gier zu heilen.

Seit Jahrtausenden finden die Blüten und Früchte des Holunders eine vielfache Verwendung in der Pflanzenheilkunde und Naturmedizin. Ab Mai können die Blüten geerntet werden. Die Früchte dann im Herbst.

Holundersaft soll ein Mittel bei Behandlung von Grippe sein. Dabei wirkt er schweißtreibend und schleimlösend. Holundertee aus den Blüten wird bei Magenbeschwerden angewandt. Die Früchte selbst haben eine abführende Wirkung. Darüber hinaus gilt Holunder als Radikalenfänger. Deshalb soll er das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs senken.

Dabei kann der Holunder über seine Wirkung auch für einen Anstoß sorgen, die geistige Reinigung in Betracht zu ziehen. In unserem Alltag umgibt uns an vielen Stellen schwarze Magie. Dies zu erkennen und sich davor schützen zu können, kann der Holundersaft, die Beeren selbst und der Holunderwein behilflich sein.


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