SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Alle kennen den Ausspruch „Sex ist ein Macht-Instrument„. Da in diesem System alles auf dem Kopf zu stehen scheint, müssen wir auch dieses Paradigma auf die Füße stellen. Besser heißt es „Macht ist ein Sex-Instrument„. Drehen wir einfach mal den folgenden Glaubenssatz um. Es ergibt sich ein völlig neuer Sinnzusammenhang. „Alles dreht sich um Sex und beim Sex dreht sich alles um Macht. Daraus wird:

Foto-Quelle: hifipanda.com

Interpretation:

Am vergangenen Samstag waren in Berlin wieder einige Demos auf den Straßen zu sehen. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, dafür zu sorgen, dass die lieben Demonstranten friedlich demonstrieren konnten. Es musste der Individualverkehr davon abgehalten werden, in die Nähe der Demonstrationszüge zu gelangen. Man bezeichnet das mit „Weiträumiges Umfahren“. So weit so gut. Ich bin gern ein Beobachter und schaue mir an, was Menschen so tun. Zum Beispiel eine Polizei-Straßensperre, die sich vielleicht 500 Meter vom Demonstrationszug entfernt befand. Also der Zug nahm eine andere Strecke. Nur die Zufahrt musste abgesperrt werden. Es konnte kein Fahrzeug in die Straße hinein fahren und es konnte aus dieser Straße auch kein Fahrzeug heraus kommen. Die Verkehrsampel dieser Kreuzung wurde nicht abgestellt. Warum auch?

Das Polizeifahrzeug wurde so postiert, dass herannahende Fahrzeuglenker gleich sehen konnten, hier geht es nicht weiter. Es wurde Quer zur Fahrtrichtung, gleich neben dem Fußgängerüberweg aufgestellt. Natürlich war das Blaulicht am Polizeifahrzeug eingeschalten. Das kommt immer gut. Die zwei Polizeibeamten saßen im Fahrzeug und spielten ihren Schabernack mit den Fußgangern, die die vierspurige Auto-freie Straße überqueren wollten. Da kam eine Familie, Vater, Mutter, kleine Tochter und kleiner Sohn heran und wollte freudig strahlend bei roter Ampelphase die Straße queren. In dem Augenblick dröhnt es aus dem Polzeifahrzeug-Lautsprecher: „Es ist Roooot!“ Die Familie war schon bis zur Mitte der Straße vorgedrungen und erstarrte vor Schreck. Alle vier blicken verständnislos in das Polizeifahrzeug hinein, ziehen sich aber an den ursprünglichen Ausgangspung von vor der Überquerung wieder zurück.

Was war geschehen?

Alles dreht sich um Macht und in der Machtfrage dreht sich alles um Sex. Der Polizist wird am Aben den Sex seines Lebens gehabt haben. Der Familienvater wird am Abend sicher keinen hoch bekommen haben. Aber warum ist das so?

Zunächst müssen wir damit aufräumen, dass Macht und Sex nur eine Männersache sei. Man liest ja all zu oft solche Glaubenssätze, wie „Mächtige Männer haben eine mächtige Libido“. Nein man muss es umdrehen. Erst mit der Machtübernahme übernehmen sie auch die hyperaktive Libido. Sex ist mehr von der Macht abhängig, als wir es manchmal denken. Wobei nicht nur die Machtfrage als Ursache für Libido herhalten muss, sondern auch besonders einprägsame Erfolgserlebnisse, was auf dasselbe hinaus läuft. Und beises, sowohl Erfolg als auch Macht können deshalb süchtig machen.

Wir Menschen leben in einer erotisierten Welt, sind vollkommen egozentrisch, despotisch und gierig auf immer mehr, immer mehr Besitz, immer mehr Entertainment und sind auf immer mehr Genuss programmiert. Dabei reizt uns der Nervenkitzel des Verbotenen. Manche neigen in der Machtfrage auch zu Gewalt, um zur verstärkten Libido zu kommen.

Einige Menschen haben sowohl eine hyperaktive Libido, im Vergleich zu anderen, als auch eine größere Bereitschaft, darauf zu spekulieren, dass sie überall und jederzeit mit ihren sexuellen Aktivitäten prahlen können. Was auch eine Form der Machtausübung ist, also im Sinne von Dominanzverhalten. Obwohl keinerlei verstärkte Libido dahinter steckt. Erst durch die Prahlerei ergibt sich die verstärkte Libido. Die Machtausübung ist ein starkes Aphrodisiakum. Macht ausübende Menschen üben Dominanz aus, um sich selbst sexuell zu bestätigen. Macht ist somit ein Mittel zum Sex und nicht umgekehrt.

Dabei entsteht ein Wechselspiel zwischen denjenigen, die Macht ausüben und denjenigen, die Mach über sich ergehen lassen. In der Beziehung übernimmt meist der männliche Teil die Machtposition und der weibliche Teil die unterwürfige Position. Anderenfalls könnte der männliche Part oftmals Gefahr laufen seine sexuelle Potenz aufzugeben. Um Sexualität üben zu können, braucht es diese Polarität.

Da viele Männer es nicht begreifen, was mit ihnen geschieht, neigen sie schließlich auch schon mal dazu ihre Machtposition zu missbrauchen. Sie haben zweifellos starke Ambitionen dazu sich moralisch akzeptiert zu verhalten. Dennoch übermannt sie eine gewisse Risikobereitschaft, ja sogar Skrupellosigkeit, um zur Libido zu kommen.

Meiner Meinung nach ist es die Machtausübung an sich, die Menschen arrogant, narzisstisch und egozentrisch erscheinen lässt und ihnen dadurch einen übermäßigen Sexualtrieb verleiht, der sie paranoid und despotisch machen kann und gierig auf noch mehr Macht machen kann. Selbst wenn es Ausnahmen zur Regel gibt. Männer haben im Allgemeinen ein scharfes Auge für den weiblichen Sexappeal und Anziehungskraft. Frauen fühlen sich im Allgemeinen von mächtigen, erfolgreichen, berühmten und reichen Männern angezogen.

Dabei geschieht während der Machtausübung, die unterbewusst zur Verstärkung der Libido führen soll, etwas seltsames. Es findet für den Moment eine gewisse Rückentwicklung, bei der Empathiefähigkeit, beim Einfühlungsvermögen, beim Verstand und so weiter statt. Diese Fähigkeiten werden vorübergehend ausgesetzt und dem einen Ziel untergeordnet. Nämlich der Verstärkung der sexuellen Leistungskraft. Dies können Betroffene kaum kontrollieren geschweige denn ändern. Es sei denn, sie erkennen den Zusammenhang bei sich selbst.

Der Polizist auf der Straßenkreuzung musste so handeln, denn ihn trifft keine bewusste Schuld. Die Herausforderung bestand eher bei dem Familienvater, dieser ungerechtfertigten Machtausübung zu widerstehen und sich zu Gunsten seiner eigenen Libido dagegen durchzusetzen. Zu gehorchen und sich der ungerechtfertigten Macht gegenüber unterwürfig zu zeigen, trägt auch nicht zu einer Gesunden geistigen Entwicklung seiner Kinder bei. Sie werden sich ihr Leben lang unbewusst daran erinnern und das Verhalten des Vaters spiegeln.

Dieses Phänomen pflanzt sich nicht deshalb fort, weil es immer mehr Menschen gibt, die Macht ausüben, um ihre Libido zu verstärken, sondern in dem Maße, wie es Menschen gibt die sich unterwürfig zeigen. Es ist also genau umgekehrt.

Das Beispiel mit der Polizei kann sich überall zutragen. Etwa vor Gericht, beim Einkauf an der Kasse, bei Ämtern und Behörden, bei der Arbeit, in der Schule und einfach überall. Sogar, wenn wir anderen Menschen helfen, die hilflos sind, ist dies eine Form der Machtausübung. Es kann also auch die Krankenschwester von übertriebenen Machtgelüsten betroffen sein. Aber auch die Rentnerin, die ihre Pflegerin herum kommandiert.

Wenn wir es schaffen den Mechanismus bei uns selbst zu erkennen, löst sich der Strudel auf, in den wir immer wieder hinein gezogen werden. Dieser Strudel dynamisiert sich augenblicklich vor unser aller Augen. Nämlich die Kombination aus Macht- und Besitzansprüchen (Wettbewerb) bei uns selbst und wir delegieren diesen Wettbewerb an die vermeintlich jeweils nächst höhere Instanz, indem wir uns ihr unterwürfig zeigen.

Erkenne Dich selbst, dann erkennst Du die Welt!

Ist es also richtig, dass die Dinge in dieser Welt deshalb so grauenvoll geschehen, weil die Mächtigen untereinander mit ihren Erfolgen prahlen, um besseren Sex zu bekommenn? Es ist leider so. Alles, was geschieht, geschieht, weil wir Macht beanspruchen. Und Macht beanspruchen wir wegen dieses einen primitiven Gefühls.

Ich bin mir fast sicher, dass viele von Euch den Begriff der „Macht“ jetzt mit etwas anderen Augen betrachten. Deshalb würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ebenso viele damit beginnen sich selbst zu beobachten, ob beschriebenes an sich zu erkennen ist, um selbiges im Zaum zu halten. Aber auch das Umfeld zu beobachten, um zu erkennen, wann man sich den Machtfragen entgegenstellen sollte.

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