SelbstHeilung.me

"Die Ursache liegt im Denken" J.Krishnamurti

Heilung des Tages

Kann man Kontrollsucht heilen?

Interpretation:

Man kann jede Sucht heilen. Aber schauen wir doch zunächst einmal was Kontrollsucht eigentlich ist.

Medizinisch bedeutet eine Sucht die stoffliche Abhängigkeit von Sucht-erzeugenden Substanzen. Dabei entsteht ein Abhängigkeitssyndrom durch psychotrope, psychoaktive Substanzen. Es müssen Substanzen zur Anwendung kommen, um eine Sucht nach Suchtmitteln zu erzeugen.

Wie können wir damit die Sucht nach Kontrolle in Verbindung bringen? Die Kontrollsucht spielt sich ausschließlich auf der Seite derjenigen ab, die Kontrolle ausüben, nicht auf der Seite derjenigen, die kontrolliert werden. Kontrolle ist ein Mittel, ein Werkzeug, um Macht ausüben zu können. Ohne Kontrolle, keine Macht.

Dabei ist die Sucht nach Kontrolle eine Manie. Sie hat ihre Ursache in der Angst vor Verlust. Diese Angst kann durch ein Trauma ausgelöst worden sein, das weit in der Geschichte der Seele eines Menschen zurück liegt. Sie sagt sich: „Hätte ich doch nur alles unter Kontrolle gehabt, dann wäre der Verlust nicht geschehen.“ Das muss sich nicht zwingend im jetzigen Leben zugetragen haben. Die Ursache liegt im Unbewussten Teil des Bewusstseins. Man bezeichnet es gern als Blockade, die gelöst werden kann. Die Ursache könnte der Verlust eines geliebten Menschen sein, der Verlust des eigenen Lebens, der Verlust eines Lebenswerks, einer Firma und vieles andere mehr. Insofern ist es sehr spannend die wirkliche Ursache zu finden.

Woran kann man Kontrollsucht erkennen? Die von dieser Sucht betroffenen Menschen ordnen alles dem Anspruch der Kontrollfähigkeit unter. Insofern findet Spaß kaum Platz in ihrem Leben. Denn Spaß ist eine nicht kontrollierbare Emotion. In gewisser Weise kann man von Psychopathie sprechen. Denn es ist ein psychisches Leiden, das die Angst auslöst, was wiederum die Kontrollsucht anleitet. Dabei verirren sie sich in einer verzerrten Wahrnehmung ihrer Selbst. Sie neigen dazu sich selbst zu überhöhen, sich über alles überlegen zu bewerten. Über die überhöhte Betrachtung reden sie sich ein, Macht zu haben. Jedoch kommt die Macht erst dadurch zustande, dass die kontrollierten die Konfrontation vermeiden wollen.

Das bedeutet, kontrollsüchtige Menschen haben Angst davor, ihre, durch sich selbst ausgedachte erhöhte Position, zu verlieren, wenn sie nicht alles versuchen zu kontrollieren. Dabei würden sie nur eine Illusion von Macht verlieren. Denn sie haben sich die Machtposition ja nur selbst ausgedacht, oder künstlich erschaffen.

Zum einen sollte man diesen Personen aus dem Weg gehen. Wenn das nicht möglich ist, etwa am Arbeitsplatz, muss man ihnen bewusst strikte Grenzen setzen. Die Praxis zeigt jedoch all zu oft, dass süchtige sich oft kaum selbst davor bewahen können, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Denn das Gesetz nimmt bei ihnen eine geringere Rangposition ein, als die von ihnen definierte Machtposition.

Wie bei allen Süchten muss der Betroffene es selbst erkennen, dass er ein Problem hat. Niemand kann sie dazu zwingen, das Problem als solches zu erkennen. Man kann versuchen ihnen einen Spiegel vorzuhalten, indem man spielerisch damit beginnt, sie zu kontrollieren. Man weist sie vielleicht minutiös darauf hin, was sie wann getan haben und dass man etwas anderes von ihnen erwarten würde. Man durchkreuzt ihr Kontrollsystem sozusagen.

Wenn die Betroffenen erkennen, dass sie durchschaut wurden, kann es leicht passieren, dass sie die Flucht ergreifen, anfangen zu weinen, oder einfach vor Scham zusammenbrechen. Sollte das so geschehen, wäre es günstig, wenn Ihr darauf vorbereitet seid, die Betroffenen in den Arm zu nehmen.

Wenn niemand da ist, der sie auffangen kann, könnte die verlorene Kontrolle in eine ernsthafte Depression wechseln. Diese kann für den Menschen zu einem echten lebensbedrohenden Problem werden.

Sollte am Arbeitsplatz eine entsprechende Person auffällig sein, wäre es sehr vorteilhaft zusammen mit den Vorgesetzten entsprechend planvoll vorzugehen. Es wäre auch vorteilhaft frühzeitig einen Therapeuten hinzuzuziehen.

Das Ziel sollte maximal darin bestehen, dass sich Betroffene selbst erkennen und sich freiwillig selbst in die Therapie begeben.

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