SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Ein Mann sendete mir seine Diagnose zu seiner festgestellten Herzschwäche zu. Er schreibt, dass er eigentlich viele Symptome beschreiben kann. Die würden sich vermischen. Es bleibt nicht bei einer bestimmte Erkrankung, sondern irgendwie ein Mischmasch von vielem. Er fragte, ob ich damit etwas anfangen könnte.

Interpretation:

Wir vereinbarten ein Vorgespräch, das recht kurzfristig möglich wurde.

Im Gespräch erklärte mein Besuch, dass er immer ein sportlich aktiver und agiler Mann war. Jetzt sei er knapp über 50, sei seit zwei Jahren aus dem Berufsleben heraus gefallen und kommt irgendwie nicht wieder hinein.

Wir haben uns natürlich auch darüber unterhalten, was er beruflich gemacht hatte, das ich hier nicht veröffentlichen möchte. Auf jeden Fall habe ich heraus gehört, dass er sich vernachlässigt und irgendwie wie weggeworfen fühlt.

Ich erklärte ihm, dass es für dieses Gefühl zuvor das Gefühl gegeben haben muss, dass er gebraucht, oder benutzt wurde. Man könnte auch sagen, missbraucht wurde. Das fällt ihm jetzt auch auf, meinte er.

OK – Es tut sich jetzt die Enttäuschung darüber auf, dass er sich selbst eine Illusion von einer Welt geschaffen hatte, die es so gar nicht gab. Die Täuschung hat er sich selbst eingebrockt. Er hatte seinem Arbeitgeber gestattet ihn zu missbrauchen. Daraus entstsnd die Annahme, dass dies die Normalität und die Wahrheit seines Seins sei. Mit seinem Ausscheiden aus dem Angestelltenverhältnis brach sein Lügengebäude zusammen und sein Selbstbetrug. Die Enttäuschung ist nun damit verbunden, erkennen zu müssen, dass er entgegen seiner schönen Traumvorstellung einfach so weggeworfen wurde. Wie einen Joghurtbescher, der leergelöffelt wurde und nun im Restmüll entsorgt wurde. Das muss sich auf die Psyche auswirken. Dieser Verlustkonflikt bewirkte dann die Herzschwäche. Man darf diese Symptome nicht unterschätzen. Viel zu oft sterben Menschen an solchen scheinbar harmlosen Verlusten.

Ich fragte meinen Besuch, was er meint, was sein Ausweg sein könnte. Er antwortete, dass er zunächst gesund werden möchte. Dann würde er wieder nach einer Arbeit suchen. OK, meinte ich; Und welche Arbeit? Irgend eine Arbeit, war seine Antwort.

Das hatte ich erwartet, aber so dreht er sich im Kreis. Es ist ein Kreis, der sich ausschließlich aus „Sich missbrauchen lassen wollen; um leben zu können“ besteht. Diesen Kreis müssen wir durchbrechen.

Ich fragte ihn, was er davon halten würde, wenn er sein ganzes Leben umkrempeln müsste, um gesund zu sein. Er würde alles befolgen, was ich ihm sage, meinte er. Nein, sagte ich, er ist allein derjenige, der über ihn bestimmen kann.

Also, stellen wir uns mal bildlich vor, was ein Mensch über den Tag verteilt macht, der aus seiner Sicht vollkommen gesund ist. Was macht der so?

Mein Besuch antwortete, dass der sicher viel Sport treibt, gern Rohkost isst und am Abend keinen Alkohol trinkt.

Siehst Du, sagte ich, das ich die Denkweise, die Dich davon abhält gesund zu sein. Du willst gar nicht gesund sein. Du willst das Gesundsein aus der Ferne, also mit Abstand betrachten, aber bitte nicht anfassen und in Dich eindringen soll das Gefühl schon gar nicht.

Das bedeutet, es ist jetzt Deine Entscheidung, was Du tun möchtest. Ich bot ihm eine Pause und einen neuen Termin an, um darüber zu philosophieren, was er in nächster Zeit tun möchte.

Tags darauf meldet sich mein Gast wieder, um einen neuen Termin zu vereinbaren.

Er erklärte, dass er gern alles das ändern möchte, was ihn bisher davon abgehalten hatte gesund zu sein.

Wenn er damit einverstanden ist, würde ich vorschlagen, dass wir uns ein mal im Monat treffen und wir für die Zeit dazwischen Übungen und Maßnahmen vereinbaren, die ihn in seine Gesundheit zurück bringen. Wir beginnen mit Atemübungen, um zunächst so viel Sauerstoff wie möglich in seinen Kreislauf zu bringen. Dann machen wir weiter mit einem Singsang von Konsonanten. Die Abfolge dieser Konsonanten bringen ihn ganz schnell in seine organisch-körperliche gesunde Mitte zurück. Ich gebe ihm noch den Rat, viel an die frische Luft zu gehen und auch draußen ganz bewusst tief ein- und auszuatmen.

Soweit die von seinem behandelnden Arzt ausgestellte Diagnose zutrifft und sich keine verschleppte Lungenentzündung oder anderes eingeschlichen hat, wird sich sein Leiden sehr rasch legen. Ich bin davon überzeugt, dass er schon morgen keine Herzschwäche mehr spüren wird. Für die seelisch-geistig gesunde Mitte brauchen wir mehr Zeit.

Im nächsten Monat sehen wir uns wieder. Dann können wir uns seine Erwerbspläne anschauen. Was er wie und wo beruflich machen möchte. Wir schauen uns dann seine Potenziale, Stärken und Schwächen an. Möglicherweise müssen wir uns auch seine Bewerbungsstrategie anschauen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass der Arbeitsmarkt fast ausschließlich aus dem Missbrauch an Arbeitnehmern besteht. Es wäre somit seine Entscheidung, ob er wieder in die bisherige Strategie gehen möchte, oder ob er sich etwas eigenes aufbauen möchte. Aber darüber sprechen wir dann beim nächsten Termin.

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