SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

In einem Gespräch am letzten Sonnabend kamen wir auf die Frage: Kann man Menschen dazu bringen, keine Straftaten mehr zu begehen, indem man sie für begangene Taten bestraft? Dabei kamen wir auf folgenden TV-Beitrag zu spechen.

Entgleiste Jungs


Download der originalen Video-Datei. Quelle und Weiterlesen

Interpretation:

Ein eindeutiges Nein! Es wird dennoch getan, weil sie es nicht besser wissen. Das möchte ich hier noch einmal einbringen.

Als Kinder spielten wir gern Verstecken. Wir schlossen unsere Augen, zählten bis zehn. In dieser Zeit konnten sich die anderen Kinder verstecken. Als wir mit dem Zählen fertig waren, begann die Suche. Das Spiel funktionierte aber erst ab einem bestimmten Alter. Denn Kleinkinder nehmen an, dass man sie nicht sehen würde, wenn sie ihre Augen schließen. Sie dachten, dass die anderen nicht da waren, wenn sie ihre Augen geschlossen hatten. Das ist natürlich völliger Quatsch. Es ist bei Kleinkindern das Resultat der noch nicht entwickelten Selbstwahrnehmung.

Was mit dem aktuellen Paradigmenwechsel mit uns passiert ist ein Herauswachsen aus der bisherigen Selbstwahrnehmung, also aus dem bisherigen Bewusstsein, wie wir die Welt und uns betrachten. Wir betrachten unser Wirken in unserer Welt mit einem viel breiteren Blickwinkel und durchschauen nicht nur die Mechanismen des Zusammenwirkens, sondern auch unseren eigenen Anteil daran.

Mit unseren Straftätern tun wir genau dasselbe, wie die Kleinkinder, als sie die Augen schlossen, um nicht gesehen zu werden. Wir denken indem wir die Täter verteufeln, verbannen und wegsperren seien sie nicht mehr da. Wir meinen, wenn wir sie nicht mehr sehen, wäre das Problem nicht mehr da. Das Problem ist aber dennoch da, nur halt zeitlich versetzt, auf den Zeitpunkt der Entlassung des Täters.

Bestrafung funktioniert nur bei den Menschen, die ausreichend Angst vor der Strafe haben. Um die Abschreckung zu erhöhen, hatte man immer wieder zur Gewalt, Folter bis hin zum qualvollen Tod gegriffen. Wenn die Vollstreckung eines Urteils solche Ausmaße annimmt, hat es nichts mehr mit Sühne, Widergutmachung oder Bestrafung zutun, sondern mit Abschreckung. Wenn Abschreckung das Ziel der Strafverfolgung ist, ist es den Verfolgungsbehörden egal, was aus den Tätern und aus ihren Opfern wird.

Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass unser Strafvollzug ein Relikt aus den damaligen Abschreckungsritualen ist. Sie helfen nicht dabei den Täter zu einem Menschen werden zu lassen, der kein Täter mehr sein möchte.

Die Bestrafungsrituale, die wir den Tätern heute angedeihen lassen, haben ihren Ursprung in der katholischen Sühne . Viele weitere Worte, wie etwa ‚verteufeln‘ (als vom Bösen besessen bezeichnen), ‚verbannen‘ (aussperren, einsperren, wegsperren, wenn wir das Böse verbannen, ist es nicht mehr zu sehen, dann existiert es auch nicht mehr), entsprechen ebendieser kindlichen Vorstellung. Wenn wir das Böse nicht mehr sehen, ist es nicht mehr da.

Von solchen kindlichen Vorstellungen müssen wir uns schleunigst lösen.

Die weitaus bessere Methode besteht in der Versöhnung mit sich selbst und seinen Opfern. Entsprechend strafbare Taten nicht mehr begehen zu wollen, ist Selbstheilung. Man erkennt einfach, dass man es nicht mehr für das eigene Leben braucht.

Wer seinen Bedarf für wirkliche Heilung empfindet, kann sich gerne vertrauensvoll direkt an mich wenden.

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