SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Ich finde in der Mediathek zufällig folgendes Video und möchte Euch gern mitteilen, was ich über die psychososoziale Wirkung, von Computerspielen auf den Alltag wahrnehme.

Verspielte Welt

Die Gamification unseres Lebens
Sendung aus 3Sat, vom 11.12.2014, Wiederholung am 07.05.2015 20:15 Uhr


Download der originalen Video-Datei. Quelle und Weiterlesen

Interpretation:

Ich möchte Euch nicht davon abbringen, Eure Spiele zu spielen. Ihr sollt aber wissen, was Eure Spiele mit Euch machen. Damit Ihr in der Lage seid, es selbst einschätzen zu können, ob das Spielen gut für Euch ist. Alles braucht sein gesundes Maß. Wir können alles tun, sollten es nur nicht übertreiben.

Den Alltag mit Spielen zu verknüpfen verdrängt die Wahrheit im Leben, die von Angst, Schuldgefühlen, Minderwertigkeitsgefühlen, Langeweile, bis hin zu Gefühlen der Wertlosigkeit und Depression geprägt sein kann. Das Spiel überspielt sozusagen die Wirklichkeit, indem sie diese in einen Schleier verhüllt, sodass die Wahrheit nicht mehr gesehen werden kann. Die Verhüllung nehmen wir als angenehm wahr. Denn für den Moment des Spiels macht sich unser Konflikt ja nicht bemerkbar.

Das bedeutet, immer wenn unsere Wahrnehmung dahin gelenkt wird, dass wir zum Beispiel Wertlosigkeit fühlen, entfliehen wir ins Spiel, jedoch ohne den Konflikt zu bewältigen. Im Spiel gaukeln wir uns einen Wert vor, den es nur virtuell gibt, den es real nicht geben kann. Diese Flucht kann sich immer weiter steigern, bis hin zur Spielsucht.

Nun wurden im Video übergewichtige Menschen gezeigt, denen es gelungen sein soll, mithilfe eines Spiels Gewicht abgenommen zu haben. Ob das so zutrifft, kann ich nicht sagen. Nehmen wir mal an, dass es zutrifft. Dann hat sich über den Konflikt, der das Übergewicht ausgelöst hatte (Angst vor Selbstverantwortung, Übersteigertes Schutzbedürfnis, Schutzpolster vor dem Außen, Bedürfnis der Abgrenzung von der bösen Welt, etc.), eine emotionale Suggestion oder auch Motivation gelegt. Für den Zeitraum der Wirkung der Suggestion wurde der Konflikt verdrängt, aber nicht beseitigt.

Das bedeutet, dass der Konflikt nur für den Zeitraum des Spiels nicht existiert. Deshalb befürworte ich keine Autosuggestionen, um Konflikte zu bewältigen. Sie überdecken ihn nur, ohne ihn zu lösen. Übergewicht geht nicht durch Hungern oder Verbrennen von Kalorien weg. Jeder kennt den sogenannten Jojo-Effekt. Es geht weg, wenn sich die Ursachen des Konfliktes aufgelöst haben und er dadurch nicht mehr gebraucht wird.

Weiterhin stehen alle vorgestellten Spielmodelle unter der Hoheit (Dominanz, Regierung) der materiellen Belohnung. Dadurch werden die spielenden Menschen nachhaltig zu Konsumenten und Arbeitnehmern (Sklaven ihrer Selbst) programmiert. Es manifestiert sich durch das Spiel die Bestätigung, dass sie nur dadurch wertvoll und glücklich werden könnten, wenn sie einen materiellen Erlös bekommen. Etwas einfach nur aus Liebe zur Sache selbst, oder aus Liebe zu Menschen, zu Tieren, zur Umwelt zu machen, kommt in den vorgestellten Spielen nicht vor. Somit wird die Liebe als Wert nicht mehr erkannt.

Es wird das Belohnungszentrum sozusagen umprogrammiert. Letztlich wird das gesamte Leben nicht mehr als das reine unschuldige Sein betrachtet, sondern immer intensiver unter Leistungskriterien beurteilt (Leistungskriterien bewirken, dass man nie genug sein wird. Ich bin dafür nicht gut genug. Ich bin zu fett, zu dumm, zu groß, zu klein, zu alt, zu langsam, zu inkompetent, zu dies oder das). Im Ergebnis dessen glauben wir, dass wir nur noch dadurch wertvoll sein würden, wenn wir sehr effizient arbeiten, immer schneller und immer mehr arbeiten würden. Den Nutzen ernten jedoch nicht wir, sondern unser Sklavenhalter. Ich gebe zu, das ist etwas überspitzt ausgedrückt. Es sagt aber das aus, was es ist.

Jeder ist von der Bewertung seines Seins unter dem Leistungsprinzip betroffen. Jedoch macht den Unterschied, für wen die Leistung erbracht wird. Für uns selbst, oder für die Umstände, die uns immer intensiver antreiben. Daraus folgt, dass Menschen nur noch unter der Entlohnung einer Leistung, dazu bereit sind etwas zu tun. Diese Programmierung fördert das Wettbewerbsstreben, bis hin zur Bestechlichkeit und Korruption. Ich will damit nicht sagen, dass Bestechlichkeit und Korruption ihre Ursache im Spiel haben. Nein, das Spiel verstärkt und programmiert die Weltanschauung, dass alles unter Wettbewerbsgesichtspunkten zu betrachten sei und alles und jeder käuflich sei.

Das größte Interesse daran, dass sich die Gesellschaft immer weiter in Richtung Käuflichkeit entwickelt, haben diejenigen, die über das meiste Geld verfügen. Sie müssen die Menschen dann nicht mehr politisch überzeugen für sie tätig zu werden. Sie müssen nur noch danach fragen, was ihr Preis ist. Deshalb gewinnen wir immer öfter den Eindruck, dass nicht die Politik, sondern das Geld regiert. Dabei haben wir selbst unseren Anteil daran, weil wir die Wettbewerbs-Weltanschauung mit unserem Verhalten unterstützen.

Viele von Euch haben bereits viel Erfahrung mit dem Vorhandensein von Chakren gesammelt. Dabei handelt es sich um Energiezentren unseres Energiekörpers. Je weiter entwickelt das Bewusstsein eines Lebewesens ist, desto mehr Energiezentren bilden sich im Energiekörper.

Der Energiekörper einer Ameise kann demnach nicht mit dem Energiekörper eines Menschen verglichen werden. Demnach kann unsere Seele auch nicht in eine Ameise reinkarnieren. Sie kann nur in ein höher entwickeltes Wesen, wie dem Menschen wiedergeboren werden. Der Mensch besitzt aber die Eigenart, dass er auch ohne die Chakren leben kann, die das höhere Bewusstsein mit sich bringt. Er kann sich sein Bewusstsein verlieren, abtrainieren oder umprogrammieren.

Er kann im Bewusstsein einer Kröte, Schlange, manche nehmen den Oberbegriff Echse, existieren. Das geschieht, weil er nicht das weiterentwickelte Bewusstsein annehmen will oder kann, das jedem Menschen zur Verfügung steht. Er begnügt sich damit, das Bewusstsein einer Echse zu besitzen. Echsen denken bekanntlich nicht emotional. Sie sagen sich nicht: „Ach, wenn ich dem jetzt etwas wegnehme, liebt der mich nicht mehr.“ Sie nehmen es einfach weg, weil sie es mit ihrem Bewusstsein nicht beurteilen können oder wollen, dass sie dann gehasst werden. Manchen ist es auch völlig egal, ob sie gehasst werden.

Das Belohnungssystem der Echse ist lediglich auf die materielle Belohnung programmiert. Sie will etwas bekommen und ist erst zufrieden, wenn sie es bekommen hat. Was und wie viel dabei kaputt gegangen ist, spielt keine Rolle. Das ist auch nicht besonders intelligent.

Genau das programmieren die im Video gezeigten Spiele in Eure Köpfe hinein. Es geht nur um die virtuelle materielle Belohnung, etwas zu bekommen.

Ich habe bis jetzt noch keine Spieleanwendungen gesehen, die das Belohnungssystem auf Liebe programmieren kann. Solch ein Spiel kann es auch nicht geben. Um Liebe zu bekommen und Liebe geben zu können, müssen wir uns miteinander beschäftigen. Denn Spiele verdrängen die Kompetenz und die Emotionen, sich miteinander beschäftigen zu können.

Insofern ist der Titel des Videos: „Verspielte Welt“ durchaus doppeldeutig zu verstehen. Wir verspielen im wahrsten Sinne der Worte, unsere zukünftige Welt. Denn wir ahnen es nicht, welche wahnsinnig wertvollen Fähigkeiten wir mit unserem Bewusstsein entwickeln könnten, wenn wir es nicht mit Spielen umprogrammieren.

Aber niemand kann jemanden dazu zwingen nicht mehr im Übermaß zu spielen. Deshalb muss es jeder Anwender für sein kleines individuelles Leben selbst entscheiden, in welchem Bewusstseinszustand er leben möchte. Ich habe für mich entschieden, dass ich keine Computerspiele mehr brauche, um mich zu belohnen.

Wer seinen Bedarf für wirkliche Heilung empfindet, kann sich gerne vertrauensvoll direkt an mich wenden.

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