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"Die Ursache liegt im Denken" J.Krishnamurti

Heilung des Tages

Frohe Ostern

Was ist die wahre Herkunft von Ostern?

Interpretation:

Das christliche Ostern hat nachweislich uralte heidnischgermanische Wurzeln. Der Brauch ist älter als das Christentum selbst. Das Fest fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem Vollmond, der auf die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche folgt. Dabei handelt es sich um ein altes Frühlingsfest, bei dem das Eierorakel eine zentrale Rolle spielte, mit dem das wiederkehrende Leben, nach einem langen Winter begrüßt wurde. Unsere naturverbundenen Vorfahren feierten noch ihre Feste im Jahreslauf so, wie sie sich aus dem Naturgeschehen ergaben. Damit wird erklärt, weshalb Ostern in jedem Jahr an einem anderen Datum gefeiert wird. Wäre es die vermeintliche Christi Geburt, würde es ein feststehendes Datum sein.

Aber mit der Auferstehung Jesu Christi zu Ostern ist im Ursprung ja auch nicht die wiederbelebung eines verstorbenen Menschen gemeint, sondern die Wiedergeburt des Lichtes, die sich mit der Wintersonnenwende bemerkbar macht. Das Licht bringt das Leben in die Natur des kommenden Jahres zurück. Auch Christi Geburt , die zu Weihnachten gefeiert wird, ist im Ursprung nicht Beginn eines Menschenleben, sondern das Ende des Jahres. Das Licht des vergangenen Jahres verabschiedet sich. Auf die Weihnacht folgen die Rauhnächte , in denen die Zeit stillzustehen schien. Dann folge ein langer kräftezehrender Winter, der in der Natur alles Leben zu erlöschen schien. Für die damalige Zeit, war das Ende der Vegetation mit dem Ende des Lebens und somit mit dem Ende des Jahres, oder der Zeit gleichzusetzen.

Mit diesem Wissen müssen wir uns nicht mehr darum streiten, woher der Name ‚Ostern‘ stammen mag. Die Vermutungen sind da ja sehr breit gefächert. Sie reichen von der Vermutung dass „Osten als Himmelsrichtung“ verehrt werden würde. Das könnte ich noch nachvollziehen, da die Sonne bekanntlich im Osten aufgeht. Aber dann gibt es auch die Vermutung, dass es sich ursprünglich um das jüdische Pessach-Fest handeln würde. Diese Annahme muss sich vom Süden her durchgesetzt haben. Sie hat aber nichts mit den heidnischen Bräuchen im Norden gemein.

Als sicher gilt jedoch, dass die heidnischen Feste christianisiert wurden. Dadurch wurden die Heiden zu Untertanen unter die Herrschaft der Kirchen gemacht. Das zelebrieren heidnischer Bräuche wurde mit dem Tode bestraft. So kann man Menschen auch von einer Ideologie überzeugen.

In den nördlichen Regionen wurde das Frühjahr Zeitgleich mit dem Sprießen der Bäume und Sträucher begrüßt. Da war man sich sicher, dass der Winter vorbei war. Wenn im Frühling die Pflanzen sprießen, bekommen die Nutztiere, wie Schafe, Rinder und Schweine, aber auch die Hasen ihre Nachkommen. Das Leben beginnt mit einem Überfluss an neuer Energie und drückt damit aus, dass ein neuer Lebenszyklus beginnt. Die nun wieder wärmenden Strahlen des Sonnenlichts, nach der langen Zeit der Kälte und Dunkelheit, lösen eine lebensspendende Kraft in allen Lebewesen aus. Deshalb wurde die Sonne so innig verehrt und in jedem Jahr herbeigewünscht und immer wieder neu begrüßt.

Manche vertreten die Meinung, daß der Name ‚Ostern‘ von der Frühlingsgöttin ‚Ostara ‚ kommt. Diese Bezeichnung ist jedoch erst irgendwann im Mittelalter entstanden und wurde durch die GebrüderGrimm aufgegriffen. Sicher wollte man sich mit solch einer Maßnahme, die rechtlich immer umstrittene Christianisierung versöhnlich zeigen.

Hingegen sind die Bräuche der Faschingszeit sehr weit zurückreichend. Sie symbolisieren den Kampf zwischen Winter und Sommer, der mit dem Frühling entschieden wird. Es ist der Kampf zwischen dem Licht und der Dunkelheit. Damals setzte man das Böse gern mit der Dunkelheit gleich. Alles was im Verborgenen gehalten wurde, muss mit dem Bösen im Bunde gewesen sein. Und in der Tat forderte die dunkle Jahreszeit die meisten Opfer, im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten. Zum Abschluß des Winters wird sein Geist symbolisch als Strohpuppe ausgetrieben, ertränkt oder verbrannt. Das Leben kann wieder erblühen. Stroh kann symbolisch auch als ein Sinnbild für den Tod betrachtet werden. Denn das Leben der Pflanze ist von ihr gewichen. Zurück bleibt der leblose Körper.

Die Frühlingsfeuer, die am Funkensonntag , dem Sonntag nach Fasching, zelebriert werden, sollen symbolisch die abgestorbenen, alten und zurückgebliebenen Körper der Pflanzen von dieser Erde nehmen. Damit Platz für neues Leben entsteht. Noch heute wird im Frühjahr das restliche Laub und der Grasschnitt gern verbrannt.

Manchmal rollen brennende Stroballen die Berghänge hinab. Wo es kaum Berge gibt, stellt man ein riesiges Osterfeuer als Holzstapel auf. Dabei entstanden sogar Wettbewerbe, welche Gemeinde das größte und spektakulärste Feuer zustande brachte.

Bei der Wiedergeburt des Lichts spielt auch Wasser eine zentrale Rolle. Ohne Wasser gibt es keine Natur. Ohne Natur gibt es kein Leben. Die drei Nornen sitzen am Lebensquell des Wassers und bestimmen, wie das Jahr werden soll. In vielen alten Märchen finden wir den Brunnen (Brunn, Born, Borna, oder Borne), der stellvertretend das Wasser des Lebens repräsentiert. Man könnte auch sagen, symbolisch für den Quell der Schöpfung steht. Denn das Sonnenlicht kann ohne Wasser kein Leben entstehen lassen. In der christlichen Kirche wird das Wasser als Tauf- und Weihwasser verehrt, indem es in allen Ritualen mit einbezogen wurde.

Es gab einen Brauch, dass zu Ostern früh am Morgen die Mädchen der Dörfer zu besonders verehrten Quellen gegangen sind, um daraus das heilkräftige Osterwasser zu holen, das auch Schönheit, Gesundheit und Fruchtbarkeit versprach. Dies musste schweigend geschehen. Allerdings versuchten die Jungen der Dörfer die Mädchen, durch allerlei Späße zum Lachen zu bringen, um sie damit um die Wirkung des heilenden Osterwassers zu bringen.

Mancherorts wurden die Brunnen mit grünen Zweigen und Hühnereiern festlich geschmückt. Das Lärmbrauchtum finden wir schon zu Beginn des Jahres im Peitschenknallen, das vor allem im Fasching geübt wurde. Es sollte, wie auch die vielen Schellen an den überlieferten Narrengewändern die noch schlafende Natur erwecken und die alten Geister, der vergangenen dunklen Zeit vertreiben.

Der Lebensbaum war für die Menschen im Norden eines der wichtigsten Sinnbilder für die wiedergeborene Natur. Er geht zurück auf die Weltenesche Yggdrasil . Heute kennen wir ihn als Maibaum und als Weihnachtsbaum . Zu Ostern holen wir uns den Baum als Osterstrauß und als die ersten grünenden und blühenden Zweige ins Haus, der dann mit kunstvoll verzierten Eiern geschmückt wird. In diesem Osterbaum finden wir den Palmsonntag wieder, mit seinen Zweigen des Grünen Sonntags, als der letzte Sonntag der Fastenzeit und zugleich der Sonntag vor Ostern.

Der Ursprung der Fastenzeit lässt sich auf Erfahrungswerte zurückführen. Während des Fastens löst sich der Körper von Ballast, den er nicht mehr braucht. Es entstanden Leichtigkeit und Tatendrang. Genau das wurde nach dem Winder gebraucht. Der reinigenden und entgiftenden Werte wurden erst später entdeckt. Im Frühling müssen die Gifte des Winters abgebaut werden. Der Körper wird gereinigt. Viele Menschen unterziehen sich nun einer Entschlackungs- und Blutreinigungskur mit Kräutern und viel Quellwasser. Und auch das Haus wird gereinigt, entrümpelt und gelüftet. Das Haus und die Ställe werden mit Rauchwerk geräuchert und dadurch von den Geistern der dunklen Zeit befreit.

Zum Oster-Räuchern kann verwendet werden weisser Salbei, er wirkt energetisch reinigend, eben passend zum Frühjahrsputz. Dann wird oft eine Oster-Räuchermischung hergestellt, mit Kiefernharz, Myrrhe, Weihrauch, Rosenblätter, Ringelblumenblüte, Beifuß, Holunderblüte, Kamillenblüte, Angelikawurzel und getrocknetes Holz der Eibe, von der jede Pflanze eine andere energetische Qualität besitzt. Bitte die einzelnen Zutaten mit der Nase wahrnehmen, ob der Duft passend ist. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Leben mehrere Menschen unter einem Dach, sollten sie sich alle darüber einig werden, mit welchen Düften sie räuchern.

Ostern wird mit dem Osterei und dem Osterhasen in Verbindung gebracht. Oben haben wir ja schon etwas über das Eierorakel erfahren. Aber was hat es mit dem Hasen auf sich? Der Hase ist natürlich der Inbegriff von Fruchtbarkeit. Bringt der Hase im Frühjahr viele Jungen zur Welt, gibt es auch eine reiche Ernte. Dieses Phänomen kann man bei vielen Tieren beobachten. Viele Tiere scheinen eine Vorahnung dafür zu haben, was sich in der Natur abspielt. So kann man auch das Ei, als einen Anzeiger für ein fruchtbares jahr betrachten. Wenn man bei den Gänsen und Enten viele Eier in den Nestern vorfand, so war das, wie bei den Hasen und bei vielen weiteren Tieren, ein sicheres Zeichen für ein fruchtbares und dadurch reiches Erntejahr.

Um der Fruchtbarkeit auch in vermeintlich schlechten Frühjahren Nachdruck zu verleichen, begann man zu versuchen die Götter zu überlisten. Man legte einfach zusätzliche Nester aus, in die man viele Eier legte. Diese wurden auch bunt bemalt, damit die Götter sie nicht übersehen sollten. Das muss sicher ab und an funktioniert haben. Sonnst hätte sich der Brauch nicht so stabil überliefert. Zusätzlich wurden die Eier mit Sprüchen, Wünschen und Segnungen beschriftet, bevor sie dort versteckt wurden, wo sonnst in guiten Jahren im Unterholz das Federvieh seine Nester angelegt hatte.

Im Frühjahr zogen die Jünglinge aus dem Elternhaus aus, wenn der Platz im Haus zu eng geworden war und sie nicht dafür vorgesehen waren, den Hof zu übernehmen. Sie gingen ins Heer, heuerten auf Schiffen an, oder wurden Leibeigene anderer Bauern und Höfe. Auf diesen gefahrvollen Wegen konnten nur die Tüchtigsten und Kleveren überleben. Kraft und Stärke, dazu ein schnelles Reaktionsvermögen und das Erkennen der Lage waren dafür lebenswichtige Voraussetzungen. Bei den zu Ostern stattfindenden Wettkämpfen wurde eine Auslese für den Auszug vorgenommen. Wer noch nicht reif für den Auszug war, musste noch ein Jahr im Elternhaus bleiben.

In der heutigen Zeit ist nicht mehr viel von den alten Bräuchen erhalten geblieben. Die Menschen in Stadt und Land haben den Bezug zur Natur, zum Sinn und zum Ursprung der Bräuche verloren. Wenn ein Volk, ein Stamm oder eine Familie seine Geschichte, seine Herkunft und damit auch seine Wurzeln vergisst, ist es besiegt. So entwickelt sich der manipulierbare Einheitsmensch der sich nicht mehr als ein Wesen betrachtet, das wie alles der Natur entstammt, sondern sich als Arbeitnehmer, Konsument, Wähler oder als Bürger (finanziell für den Staat bürgen), losgelöst von der Natur betrachtet. Er meint, er gehört irgendwie nicht mehr zur Natur dazu, kann aber dennoch nicht ohne Natur leben. Diesen geistig-intellektiellen Spagat kann man nur mit Verhöhnung oder Verachtung der Natur verstehen. Wenn die Menschen wüssten, dass sie sich dadurch selbst verhöhnen und verachten, würden sie sicher anders darüber denken.

Wer noch ein Fünkchen seiner Wurzeln in sich spürt, sollte das Pflänzchen hegen und pflegen, damit es eines Tages wieder gedeihen kann. Denn die jetzig Ordnung kann nicht mehr sehr lange bestehen bleiben. Dann werden wir wieder auf die Natur zurückgreifen.

Das Bekenntnis zu seinen Wurzeln, zu seinen Ahnen ist ein Bekenntnis zu sich selbst und zur eigenen Natur. Es ist der Kern des Seins, den jeder Mensch in seinem Herzen trägt. Mag es hier und da noch verschüttet oder noch unentdeckt vorhanden sein, so findet man die Kraft in sich selbst, durch die Anerkennung der eigenen Wurzeln und durch die Liebe zu sich selbst.

Wer seinen Bedarf für wirkliche Heilung empfindet, kann sich gerne vertrauensvoll direkt an mich wenden.

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