SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Es schreibt mich ein ehemaliger Soldat an, der an einem Kriegseinsatz der Bundeswehr teilgenommen haben will. Er meinte, dass dies alles, was ich hier in meinem Blog schreibe einfach nur ganz große ‚Scheiße‘ sei. Er habe erlebt, was die Realität ist und dabei hat er ein Bein verloren.

Interpretation:

Im Normalfall antworte ich auf Schmähschriften nicht. Da er aber gleich zum Anfang davon schrieb, dass er ein Bein verlor, betrachtete ich die Zuschrift als einen Hilferuf.

Ich bot ihm an, mich anzurufen. Dann könnten wir ganz in Ruhe darüber reden, was ihn stört.

Mit dem Hilferuf hatte ich nicht ganz unrecht. Jedoch wusste das der Mann zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ich ließ es zu, dass er mir seine Geschichte erzählte. Alles, was ihm unter den Nägeln brannte, sollte er sagen dürfen. Dabei hörte ich heraus, dass er offenbar niemanden hatte, dem er sich zuwenden konnte oder wollte, seine Sorgen loszuwerden. Mich hatte natürlich interessiert, weshalb die Bundeswehr nicht entsprechende Anlaufstellen zur Verfügung stellt, an denen eine Langzeitbetreuung möglich ist.

Nein, meinte er, es sei so, dass die psychologische Betreuung, durch die Bundeswehr finanziert, nur etwa bis zu ein Jahr nach dem Ausscheiden möglich ist. Dann sind die individuellen Krankenkassen zuständig und in seinem Fall auch der Integrationsdienst für Körperbehinderte. Diese Dienste seien zwar personell sehr gut aufgestellt, sie sehen aber nicht, oder sie wollen es nicht sehen, was mit ihm im Einsatz geschehen ist, während er im Kriegseinsatz war. Denn er hat dazu beigetragen Menschen zu töten und wurde dafür bestraft. So drückte er sich sinngemäß aus.

Ich fragte nach, ob er sich dessen bewusst ist, dass er jetzt im Begriff ist, jemanden dafür verantwortlich machen zu wollen, was ihm zugestoßen ist. Irgendwie bekommt er den Bogen nicht hin, die Verantwortung nicht bei sich selbst zu suchen, sondern im Außen. Da wird aber niemand zu finden sein, der die Verantwortung übernimmt.

Ich erklärte ihm, dass ihn seine Wahrnehmung etwas vortäuscht, was es so gar nicht gibt. Ich fragte, ob er Bestechung und Korruption befürwortet oder ob er dagegen ist.

Er ist selbstverständlich dagegen, antwortete er.

Ich fragte weiter, wie viel er monatlich angeboten bekam, mit Trennungsgeld und allen Zuschlägen, ohne die Entschädigung für den Verlust des Beines gerechnet.

Es waren schon fast zehntausend Euro pro Monat, meinte er. Aber für das Geld sei er nicht in den Einsatz gegangen, fügte er hinzu. Wofür dann, fragte ich. Es war politisch notwendig, meinte er.

Darauf antwortete ich, dass er bitte ehrlich zu sich selbst sein solle. Als er den Betrag angeboten bekam, verdrängte er doch sicher die Möglichkeit, das Bein zu verlieren, vielleicht sogar das Leben. Insofern muss er sich den Faktor eingestehen, dass er sich hat bestechen lassen und dass er sich hat für dieses Geld missbrauchen lassen. Ich will es noch deutlicher sagen. Er hat sich vom Schein des Geldes blenden lassen.

Sein Bewusstsein will nun mit ihm einen Weg gehen, der die Erfahrung in das künftige Leben integriert. Es ist eine sehr wertvolle Erfahrung, die er durchaus an andere Menschen weitergeben kann. Es gibt sicher viele junge Männer, die sich für seine Erfahrungen interessieren. Sein Ich, oder sein Ego akzeptiert diese Erfahrung aber nicht in der Wahrheit, so wie sie ist, sondern so, wie es der manipulierten Ideologie passt. Dadurch übersieht er die Wahrheit.

Die Wahrheit ist doch, dass er selbst für sein Leben verantwortlich ist. Es geschieht immer genau das, wofür er sich ganz individuell entschieden hat. Niemand kann die Verantwortung für sein Handeln, als Mensch, übernehmen. Das will er jedoch, als die Rolle, die seiner Person, mithilfe des Bestechungsgeldes zugeschrieben wurde, nicht sehen. Man könnte auch sagen, er kann die Wahrheit nicht sehen, weil sie für ihn nicht existiert. Deshalb sucht er nach Schuldigen und beleidigt Menschen, die nichts mit seinen menschlichen Entscheidungen zutun haben.

Wir sehen immer nur das, was wir sehen wollen. Deshalb sehen wir immer und ohne Ausnahme genau die Bilder und die Wahrheit, die es so gar nicht gibt. So ist das, was wir meinen wahrzunehmen, nur ein Traum, eine Illusion, also eine scheinbare Wahrheit. Unsere begrenzte Wahrnehmung setzt uns Scheuklappen auf, so dass wir das wirklich wichtige nur selten oder nie sehen.

Ein Hypnotiseur hatte ein sehr interessantes Experiment gemacht. Er sagte einem hypnotisierten Mann, dass er seine eigene Tochter nicht sehen kann. Dann holte er seine Tochter in den Raum, hielt hinter dem Rücken der Tochter eine Uhr verdeckt, sodass der Mann die Uhr eigentlich nicht sehen konnte. Dann fragte er den hypnotisierten Mann, ob er sehen kann, was er in seiner Hand hält. Eine Uhr antwortete der hypnotisierte Mann. Können Sie lesen, was auf der Uhr geschrieben steht? Natürlich las er die Zeit vom Ziffernblatt ab, ohne wahrzunehmen, dass er durch seine eigene Tochter hindurch blickte. Sie war für ihn nicht existent. Dieses Experiment machte deutlich, dass wir nicht nur das sind, was wir sein wollen. Wir sehen auch noch nur das, was wir sehen wollen.

Ein begeisterter Autofahrer einer bestimmten Automarke erträumt sich sein Wunschauto, vielleicht in Rot. Er wird in seiner Wahrnehmung nur noch die Autos sehen können, die seiner Marke und seiner Lieblingsfarbe entsprechen. Die anderen Autos nimmt er gar nicht wahr.

Ein verliebter Mensch hat nur noch Augen für den einen Menschen, in den er sich verliebt hat. Die ganze Welt um ihn herum scheint nicht zu existieren.

So blenden wir die Realität aus, die wir nicht sehen wollen. Natürlich sind uns bei der Verdrängung der Wahrheit unsere Ideologien und Konzepte und in diesem Fall das Geld dabei sehr behilflich, die Konsequenzen zu verdrängen. Früher oder später holt uns die Wahrheit dann aber doch ein.

Was wir mit unseren Augen sehen ist kleiner als ein mit einem Bleistift in die Weltkarte hinein gepiekster Punkt. Dennoch meinen wir, die Weltlage zu kennen, weil wir sie ja mit unseren eigenen Augen im TV zu sehen bekommen. Die wenigsten Menschen machen es sich bewusst, dass es sich dabei nur um einen Ausschnitt der Wirklichkeit handelt, die bestimmte Wesenheiten uns sehen lassen wollen. Es ist nicht unsere Wahrheit. Es ist deren Wahrheit, dessen Interessen sich hinter diesen Wahrheiten verstecken.

Stellen wir uns mal vor, wir sind Hersteller einer Verjüngungstinktur, die eigentlich nichts bewirkt. Aber die Kunden wollen das Zeug, weil sie daran glauben wollen. Und wir liefern, weil es ein Supergeschäft ist. Irgendwann fällt einem der Kunden auf, dass die Tinktur gar nichts bewirkt. Deshalb bemerken es plötzlich auch einige andere. In dem Moment muss der Hersteller Maßnahmen ergreifen. Er muss den erwachten Kunden Geld anbieten, damit sie die Klappe halten. Weil es immer mehr werden, muss er die Erwachten als Spinner bezeichnen. Gelingt das dann auch nicht mehr, kann er sie wegen Rufschädigung verklagen. Irgendwann klappt das aber auch nicht mehr. Dann kann es soweit kommen, dass der Hersteller die Armee der Nation beauftragen lässt, diejenigen zu eliminieren, die sein Produkt nicht haben wollen. Was ist hier die Wahrheit? Die Soldaten, die den befohlenen Einsatz ausführen werden sicher sehr gut bezahlt. Sie bekommen aber sehr wenig über die wahren Hintergründe zu wissen.

Wenn ein Verkehrsunfall von zehn Menschen gleichzeitig beobachtet wird, erhält die Polizei zehn unterschiedliche Versionen, wie es zum Unfall kam. Die Polizei muss immer aus den Zeugenaussagen die Übereinstimmungen herausfiltern. Alles andere waren nur Illusionen zum gesehene Geschehen. Das geschieht deshalb, weil unser Gehirn viele Bilder mit Bildern aus der eigenen Vergangenheit vergleicht und notfalls sogar mit den Bildern aus der eigenen Vergangenheit vollständig ersetzt. Dann kann es passieren, dass ein Zeuge einen Unfallhergang beschreibt, der sich beim Zeugen als Trauma aus seiner Vergangenheit eingebrannt hat. Oder der Zeuge schließt die Augen nur kurz. Die fehlenden Bilder füllt das Gehirn mit Bildern auf, die er nicht gesehen haben kann. Er hält sie aber für seine Wahrnehmung.

Das bedeutet zusammengefasst, dass unsere Wahrheit nie die Wahrheit der anderen sein kann. Unsere individuelle Wahrheit ist immer das, was wir sehen wollen. Deshalb können wir andere Menschen nicht dafür verantwortlich machen, was wir sind und wofür wir uns entschieden haben.

Hinzu kommt, dass sich die Wahrheit durch Geld verändern lässt. Mithilfe des Geldes sind Menschen geneigt Wahrheiten nachzuplappern, die nie und nimmer aus ihrer eigenen Erfahrung stammen önnen. Das fühlt sich dann für den Betrachter wie eine einstudierte Rolle eines Schauspielers an. Weil es nicht authentisch wirkt.

Sich bestechen zu lassen, für einen Job, den man ohne das Geld nie tun würde, ist also nie eine gute Idee.

Wenn wir das schon mal erkannt haben, ist es für die Erweiterung des Bewusstseins und dadurch der Wahrnehmung nur noch ein kleiner Schritt.

Ich bot meinem Gesprächspartner an, mich in Berlin zu besuchen, dann könnten wir sicher noch viel mehr erreichen, als in diesem Telefonat. Ich würde ihm gern dabei behilflich sein, sich und sein Leben so anzunehmen, wie es ist. Sich mit sich selbst zu versöhnen, um in die Zukunft blicken zu können. Bis jetzt ist es noch nicht dazu gekommen. Was nicht ist, kann aber noch werden. Jeder Mensch ist der alleinige Herr über sein Leben. Das sollte auch so bleiben.

Die Handlung habe ich hier natürlich nur sinngemäß und verkürzt wiedergegeben.

Wer seinen Bedarf für wirkliche Heilung empfindet, kann sich gerne vertrauensvoll direkt an mich wenden.

Kontakt


Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zur Unterstützung meiner Arbeit sehr freuen! Spende hier mit Paypal, oder als Überweisung direkt, siehe Impressum. Spenden

Advertisements

Einzelbeitrag-Navigation

Schreibe hier Deinen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: