SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Frage einer Leserin: Ist es möglich missbrauchte Kinder mithilfe der Selbstheilung zu helfen? Wenn ja, wie würde das ablaufen?

Interpretation:

Wann, wo und wie der Missbrauch an Kindern und Jugendlichen beginnt, ist den Eltern, Erziehungsberechtigten, Lehrern und Erziehern oftmals selbst nicht klar. Er beginnt bereits dabei, Kinder in ihrer Kreativität und in ihrem Wissensdrang zu begrenzen. „Dafür bist du noch zu klein! Das darf man nicht sagen! Sowas darf man nicht denken!“ Der Missbrauch führt sich dann fort, indem ihnen eine politische oder ideologische Sichtweise aufgezwungen wird. „Solange Du Deine Beine unter meinen Tisch streckst, wird gemacht, was ich sage!“ Letztlich wird Kindern befohlen, welchen Beruf sie zu erlernen haben, welche/n Partner/in sie zu heiraten haben und welche sexuelle Neigung sie zu leben haben. Der sexuelle Missbrauch an den eigenen Kindern, an Kindern, für dessen Obhut man beauftragt ist, oder an völlig fremden Kindern, ist oftmals nur ein kleiner Schritt, vom oben genannten, hin zur Sexualität, als Mittel zur Einschüchterung und Machtausübung und zur Selbstbestätigung des Täters, Macht ausüben zu können. Aber, Eltern trifft dabei selten eine Schuld. Sie haben es selbst kaum gelernt, bewusst zu erkennen, dass sie ihre Kinder für ihr eigenes Ego missbrauchen.

Gehen wir einen Augenblick lang mal davon aus, dass der Missbrauch durch die Eltern oder durch einen Elternteil stattgefunden hat. Dann wäre wahrscheinlich die Versöhnung, Vergebung oder Aussöhnung die beste Strategie. Dabei erzählen sich die Beteiligten zunächst all das, was sie sich gegenseitig vorwerfen. Dann folgt eine Phase der Stille. Die Beteiligten bestimmen selbst, wie lange die Stille und das Nachdenken dauern soll. Sobald einer der Beteiligten in die Phase der Vergebung eintreten möchte, kann er den oder die anderen Beteiligten dazu einladen.

Die Versöhnung kommt einem Ritual gleich, über das die Seelen der Betroffenen in die bedingungslose Liebe wechseln können. Das Ziel besteht darin den/die andere/n so anzunehmen, wie er/sie sind und sie so zu lassen, wie sie sind.

Bei Kleinkindern wäre der mögliche Ablauf in etwa so: Zunächst erfolgen Vorgespräche, einzeln oder gemeinsam. Wenn die leibliche Mutter selbst nicht die Täterin ist und das Kind unter sieben/acht Jahren, dann ist die Mutter des Kindes die erste Ansprechpartnerin für das Kind. Wenn die Mutter Täterin ist, kann diese Rolle von der Großmutter oder einer anderen weiblichen Vertrauensperson übernommen werden. Dann kommuniziert der Übungsleiter, Therapeut oder Heiler bestenfalls nicht direkt mit dem Kind, sondern über die Mutter oder Vertrauensperson mit dem Kind. Sie hat also bestenfalls die Aufgabe, dem Kind zu übersetzen, was gesagt wird. Dabei liegt die Mutter bequem in einem Liegesessel oder Liegestuhl und das Kind liegt mit dem Rücken auf dem Bauch der Mutter. So erhält das Kind das maximale Gefühl der Geborgenheit. In dieser Geborgenheit kann alles gemacht werden, was Erwachsene in Versöhnungs- und Vergebungsritualen auch machen würden. Wir dürfen nicht glauben, dass Kinder das nicht verstehen. Sie verstehen sehr wohl, was geschieht.

Dies wäre sicher auch die beste Strategie für Missbräuche, bei denen der Missbrauchsstäter nicht zum engeren Kreis der Familie gehört. Dabei geht es nicht darum, dem Täter die juristische Schuld zu vergeben, sondern den Zustand der traumatischen Anhaftungen loszulassen, die aus dem Tathergang zurückbleiben.

Jugendliche Missbrauchsopfer sind meist erwachsener, als es das Gesetz vorsieht. Sie können für sich selbst entscheiden und sollen das auch tun dürfen. Wenn Jugendliche in den Eltern nicht ihre Vorbilder sehen, gehen sie leicht in Opposition zu ihnen. Die Gründe hierfür liegen sehr tief in den jungen Seelen verankert. Auch die Jugendlichen trifft selbst meist keine Schuld. Sie spüren oftmals, dass das Lebensmodell der Eltern niemals ihr eigenes sein kann. Welches aber ihr eigenes ist, können viele in jungen Jahren auch nicht wissen. Die Opposition führt zur Abwehr und Wiederstand auf beiden Seiten. Die Lösung besteht einzig darin, die Jugendlichen machen zu lassen. Sie müssen sich selbst die Finger verbrennen. Sonst können sie nicht wissen, dass der Ofen heiß ist.

Haben beide, die Eltern und die Heranwachsenden ein Interesse daran, sich zu versöhnen, müssen Jugendliche als Erwachsene behandelt werden. Sie haben alle Rechte und Pflichten, die ein Mensch seit seiner Geburt angeboren bekommen hat. Das schriftlich niedergeschriebe Gesetz dient nicht der Versöhnung oder Zusammenführung. Es dient der Trennung und Abgrenzung von Rechten. Deshalb dürfen wir an dieser Stelle nicht auf das Gesetz zurückgreifen, sondern auf die Naturgesetze. Das Recht des einen endet da, wo es beginnt das Recht des anderen zu beschneiden und umgekehrt.

Wenn wir die Grundsätze der Natur beachten ist Versöhnung von allem, was lebt vorprogrammiert.

Wer seinen Bedarf für wirkliche Heilung empfindet, kann sich gerne vertrauensvoll direkt an mich wenden.

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