SelbstHeilung.me

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

Heilung des Tages

Den Menschen kann man nicht gerecht werden.

Mir kommt in letzter Zeit immer öfter Hörensagen zu Ohren, dass viele Menschen wieder einmal über mich tuscheln würden. Oft sei die Rede davon, dass ich auch nur mein Geschäft mit den Menschen machen wolle. Ich würde meine Aktivitäten auch nur auf das Geld der Menschen ausrichten.

Interpretation:

Um verstehen zu können, wie dieses Tuscheln interpretiert werden kann, möchte ich hier eine kleine Geschichte erzählen.

Einst ritt der Nasreddin Hodscha auf seinem Esel, der von seinem neunjährigen Neffen geführt wurde. Da hörte er die Leute tuscheln: „Schaut euch den Alten an! Er reitet, und das arme Kind muss laufen!“
Nachdenklich stieg Nasreddin ab und hob seinen Neffen auf den Esel. Da tuschelten die Leute: „Schaut euch den Alten an! Das Kind reitet, und er muss trotz seines würdigen Alters laufen!“
Also kletterte Nasreddin zu seinem Neffen auf den Eselsrücken. Da murrten die Leute: „Schaut euch das an! Das arme Tier muss gleich zwei Leute tragen!“
Gehorsam stiegen Nasreddin und sein Neffe ab und liefen neben dem Esel her. Da spotteten die Leute: „Schaut euch die beiden an! Da haben sie einen Esel, und keiner reitet!“

Mit dieser kleinen Geschichte möchte ich sagen, dass man es den Menschen nie Recht machen kann. Bis vor vielleicht zwei Monaten habe ich noch voll umfänglich von Spenden gelebt. Ich habe mich praktisch an die Menschen verschenkt. Ich habe nichts für meine Dienste verlangt, sondern habe meinen Besuch bestimmen lassen, was und wie viel ihnen meine Arbeit Wert war. Da haben mir die Menschen gesagt, dass man das doch so nicht machen kann. Man muss doch seinen Preis fordern.

Jedem Leser sollte klar sein, das hätte ich für mich allein natürlich so weiter machen können. Seit vielleicht zwei Jahren trage ich allerdings die Idee mit mir herum, eine mildtätige Stiftung initiieren zu wollen, mit der ich meine Arbeit viel effektiver und viel umfangreicher den Menschen zur Verfügung stellen könnte. Ich hatte die Vorstellung im Kopf, Menschen zu finden, die ihre Steuerzahlung lieber nicht dem Finanzamt, sondern einem sinnvollen mildtätigen Projekt zur Verfügung stellen wollen. Diese Menschen gibt es mit dieser Absicht so aber leider nicht. Menschen, die über das erforderliche Kapital verfügen haben ganz andere Flausen im Kopf, als ausgerechnet mildtätigen Projekten selbstlos auf die Beine zu helfen. Die meisten Menschen verbinden mit einer Zahlung auch den Wunsch, bestimmen zu wollen, was mit dem Geld geschehen soll. Geld ist ein Machtmittel. Das würde gegen den Gedanken der Selbstlosigkeit sprechen. So haben sich größere Spenden leider immer selbst ausgeschlossen.

Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, die Finanzierung durch selbst organisierte Vermarktungsaktivitäten zu organisieren. Ich meldete mich beim Gewerbe- und Finanzamt an, kreierte einige Produkte, die den Menschen wirklich von Nutzen sind, wie zum Beispiel die Kammer, das Wasser und die Kur. Da fangen dieselben Menschen an, nun ganz anders über mich zu tuscheln. Nun frage ich mich: „Bin ich verrückt, diese Menschen, oder was läuft hier ab?“ Der Neid und die Missgunst müssen wirklich sehr groß sein, dass es zum einen kaum mehr Menschen gibt, die etwas spenden, obwohl sie spenden könnten. Zum anderen, wenn man reale Verkäufe erzielt, für reale Produkte, die man anfassen kann, gönnen sie einem nicht die Ergebnisse. Obwohl es ihnen hinlänglich bekannt sein muss, dass ich die Ergebnisse für mich selbst nicht brauche.

Ich möchte deshalb hier öffentlich erklären, dass ich das ganze Brimborium nicht für mich mache. Ich brauche nichts, gar nichts. Wenn heute jemand kommen würde und mir alles unter dem Arsch wegpfänden würde, ich wäre nicht ärgerlich darüber. Weil das nicht mein Problem wäre. Denn diejenigen, die denken das tun zu müssen, schaden sich nur selbst. Ich tue das, weil das Leiden so unendlich groß ist und ich annehme, dass das geplante Stiftungsprojekt von leidenden Menschen gebraucht wird. Ich gönne es wirklich jedem Menschen in den Genuss der Erkenntnisse zu kommen, die ich erfahren durfte. Denn ich weiß, dass niemand leiden muss. Jedes Leiden gehört überwunden. Und dazu möchte ich beitragen.

Mir kommen so viele, wirklich viele Ideen in den Kopf, wie ich den Menschen noch besser helfen kann. Weil immer und überall das Geld und die Zeit fehlen kann ich die Ideen allein aber nur limitiert realisieren. Manchmal kommt es mir so vor, als würden dieselben Menschen es sich wünschen, weiter leiden zu dürfen, dass bloß keine meiner Ideen Wirklichkeit werden darf. Dann würden die Menschen ja nicht mehr darum herum kommen, aus ihren Leidensgeschichten aussteigen zu müssen und sie müssten ihre Leiden loslassen und dummer Weise glücklich und geheilt sein. Wer will schon wirklich und wahrhaftig ohne Leiden sein? Diese Menschen, die da immer wieder tuscheln auf jeden Fall kaum.

Ich möchte für die Menschen da sein, die wirklich vollständig gesund, ganz und heil sein wollen. Das und nur das bringt für mich die Erfüllung. Wenn ich sehe, wie Menschen ihre Bewusstseinssprünge vornehmen, bin ich glücklich. Es geht mir aber nicht darum, dass ich glücklich bin. Glücklicher als ich bin kann ich nicht werden.

Interessant an diesem Umstand ist sicher auch für dich. lieber Leser, es zu erkennen, dass wir Menschen immer eine begrenzte Sichtweise haben. Wir blicken in die Welt und denken alles zu sehen und alles zu erkennen und alles zu wissen. Größer kann die Selbsttäuschung nicht sein. Denn wir blicken aus einem Betrachtungswinkel in die Welt. Dieser Betrachtungswinkel beleuchtet immer nur einen kleinen momentanen Ausschnitt aus der allumfassenden Realität. Die andere Realität, außerhalb unseres Betrachtungswinkels ist nicht erkennbar. Sie sind aber dennoch da. Und sie ist Teil der Wirklichkeit. Die allumfassende Realität entfaltet trotzdem ihre Wirkung.

Wenn wir aber in die Versuchung geraten, alle Sichtweisen in eine einzige darstellbare oder erklärbare Wahrheit integrieren zu wollen, müssen wir an solchen Versuchen scheitern. Das ist der Grund, weshalb es so schwer ist, Gemeinschaften zu gründen, die aus zusammengewürfelten Sichtweisen besteht und wo jede Sichtweise ihre Geltung behalten soll. Das ist so leider nicht möglich. Darin liegt auch die Ursache dafür, dass das gesellschaftliche Gefüge auseinanderfällt und die Verwaltung dazu neigt, zu diktatorischen Maßnahmen greifen zu wollen. Sie wissen sich nur nicht anders zu helfen.

Die Lösung besteht darin, zum einen aus der Vorstellung auszusteigen, dass das was ich selbst wahrnehme die allumfassende Wahrheit sei. Zum anderen aus der Vorstellung auszusteigen, dass ich diese individuelle Wahrnehmung den anderen Menschen mitteilen muss, obwohl man nicht danach fragt. Wir dürfen lernen uns zurückzunehmen, um zu erkennen, dass die anderen Menschen andere Sichtweisen haben dürfen. Wir dürfen auch auch lernen, andere Sichtweisen nicht einfach so ungefragt zu übernehmen.

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