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Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst

schau an 14 04 2018

Astral-City: Unser Heim

Der Film „Astral City – Unser Heim“ beruht auf Channelings, die der Autor, der die für den Film zu Grunde liegenden Inhalte in Form von Büchern aufgeschrieben und veröffentlicht hat. Die Bücher unter dem Titel „Nosso Lar“ (portugiesisch: unser Heim) sollen bereits mehr als 2 Mio. Mal verkauft worden sein. In vielen Sitzungen hat sich das Medium „Chico Xavier“ auf den Geist eingelassen, der ihm jede Einzelheit gerne übermittelt hat. Möglicherweise, weil er den Menschen helfen wollte, die andere Seite zu verstehen. Astral-City war bis zu jener Zeit der aufwändigste Film in Brasilien, der damit am meisten Kapital verschlungen haben soll. Völlig zu Recht gewann er auch einige internationale Filmpreise.

Genre: Drama
Erscheinung: 3. September 2010 (Brasilien)
Regisseur/Drehbuch: Wagner de Assis
Musik: Philip Glass

Trailer:
Interpretation:

Die Hauptrolle spielt ausgerechnet ein Arzt, Andre Luiz (Renato Prieto), der plötzlich stirbt. Als er wieder zur Besinnung zu kommen schien, musste er feststellen dass er tot ist. Die ersten Bilder sind für den Betrachter wahrlich schockierend. Andre findet sich in einem Meer aus Dreck, Unrat und bedrohlich wirkenden Gestalten und noch bedrohlicher wirkenden Geräusche wieder. Diese Ebene muss die unterste Astral-Ebene sein. Rudolph Steiner hat eine interessante Beschreibung der Astralwelt Hinterlassen. In diese Ebene gelangen also die Selbstmörder, möchten ihm die bedrohlich wirkenden Wesen zu verstehen gegeben. Das begreift Andre jedoch noch nicht so ganz. „Ist er denn ein Selbstmörder?“ fragt er sich.

In der Körperlosigkeit sind zunächst alle Empfindungen noch da. Hunger, Durst, Schmerz, Angst und anderes mehr sind noch genau so präsent, wie einst in der Verkörperung. Andre verspürt immer heftigere Schmerzen und kann es sich nicht erklären, was mit ihm geschieht. Er beobachtet, wie ein anderer wahrscheinlich kurz zuvor verstorbener um Vergebung bittet, dass man ihn abholen möge und dass man ihn dann abholt. Da beginnt auch Andre zu beten, dass Gott oder wen auch immer er anbetet dort herausholen möge. Es dauerte nicht lange da waren die Engelwesen schon da, die ihn mitnehmen in eine andere Ebene. Das wäre dann die „Astral-City“. Die Bewohner nennen sie „Unser Heim“. Das lässt vermuten, dass man mit dem Film die Astralwelt als die eigentliche Normalität des Seins darstellen möchte und die Verkörperung als eine Erweiterung, die vielleicht wie „ein Spiel“, wie ein „sich ausprobieren“, wie ein „dieses Mal werde ich es schaffen“ erscheinen soll.

Die Astral-City erinnert mich an die Lichtstadt, die auf totanas999.de Beschrieben wird. Dabei handelt es sich auch um eine Stadt in den obersten Schichten der Erdatmosphäre. Diese stellt jedoch nicht den Himmel oder das Paradies dar, sondern die Heimat der Spiritualität, die sich durchaus in unterschiedlichen spirituellen Dimensionen zeigen kann.

Andre Luiz erkennt, dass er eigentlich ziemlich am Anfang seiner spirituellen Reise steht. Er muss noch viel lernen, aber er macht sich gut und Zeit spielt ja keine Rolle. Man hatte ihm zu verstehen gegeben, dass er deshalb als Selbstmörder betrachtet wurde, weil er seinen Körper mit seiner katastrophalen Lebensweise regelrecht vernichtet hat. Aber wieso, fragte er sich, er war doch Arzt und musste es doch wissen, was gut für ihn war. Das war es aber nicht, was sein Körper gebraucht hätte. Er hätte zum Beispiel Wertschätzung, Selbstliebe, Selbstachtung usw. gebraucht.

Andre konnte es aber als verkörperter Mensch nicht erkennen, dass er sich selbst kaputt gemacht hatte. Er hatte es nicht besser gewusst. Dennoch war die Selbstzerstörung im eigenen Verlangen geschehen. Was war dieses Verlangen? Möglicherweise das Verlangen nach Besitz, nach Geltung, nach Ruhm und Sicherheit. Dass dies alles ohne Wert ist erkennt er jetzt erst.

Mit Astral-City wird eine Ebene gezeigt, die durchaus so existieren kann. Wenngleich sich die Geschichte um die Wahrnehmung eines Verstorbenen dreht, der seine Geschichte dem Buch-Autor geistig übermittelt hat. So unterschiedlich die Sichtweisen von Menschen sein können, so unterschiedlich können ihre Geschichten sein. Wir sollten diese Darstellung deshalb als eine Möglichkeit und nicht als ein Gesetz betrachten. Jede Geschichte gehört zur (Norm)alität, es ist aber nicht die Normalität. Sie ist nur ein Teil ein Ausschnitt der Allität (alles was ist).

Der Film ist wirklich sehr gelungen, den Menschen einen Einblick in die andere Seite zu geben. Er vermittelt fast beiläufig, dass die astralen Ebenen nur Zwischenstationen sind, die sozusagen Durchgangsstationen sein können. Denn von einem Gott war weit und breit nichts zu sehen. Denn Gott wird auch in Astral-City, so wie auch in buddhistischen Philosophien, als das Meer des Wissens bezeichnet. Wer lieber in das Meer des Wissens eintauchen möchte muss nicht wiedergeboren werden.

Die Wiedergeburt ist eine freiwillige Entscheidung. Was sich in der nächsten Inkarnation ereignet wird wiederholt bestimmt vom eigenen Verlangen. Und das Verlangen wird bestimmt vom eigenen Bewusstsein. Was das Bewusstsein noch nicht erkennt oder durchschauen kann muss es durchleben. Durch das Leben wächst das Bewusstsein.

Unabhängig davon dürfen wir anhand der Darstellungen erkennen, denn es wird im Film erwähnt, dass die Astral-Citys, also die Orte der wiedergeburtlichen Erneuerung nicht schon immer da waren. Sie wurden irgendwann eingerichtet. Durch wen und warum wird im Film nicht erklärt. Das ist ein Hinweis auf das Gefangensein im „Rad der ewigen Wiedergeburt“ (Samsara). Das Samsara bezeichnet eigentlich die Vergänglichkeit. So darf die Astralwelt metaphorisch als das Gefangensein der Menschenseelen in der Vergänglichkeit verstanden werden. Die einzige Chance dort heraus zu kommen besteht darin, die Ebenen des Gefangenseins zu durchschauen.

Die Menschen waren am Anfang ihrer Existenz nicht in einer Astralwelt gefangen und lebten auch viel länger als heute. Menschen konnten unterschiedlich groß werden, so von ca. 20 Zentimeter bis ca. 20 Meter war alles möglich. Die Größe hing von der Entscheidung ab, was man im Leben sein wollte. Sie wurden hunderte Jahre alt und hatten im Lauf der Jahrhunderte genug Zeit im Geiste zur Erkenntnis bzw. zur Offenbarung zu gelangen.

Das wird in einer verkürzten Lebensspanne von vielleicht maximal hundert Jahren und unter den verdrehten gesellschaftlichen Bedingungen auf der Erde immer schwieriger. Deshalb vernichten sich die Menschen zunehmend selbst. Weil sie es nicht erkennen können, was wirklich gespielt wird.

Die Astralebene wurde eingerichtet. Alles was irgendwann entstanden war ist der Vergänglichkeit unterworfen. Ja, alles ist vergänglich. Auch die Götter, die Engel, die aufgestiegenen Meister. Nichts und niemand ist so beständig, wie das Meer des Wissens, das wir gern als die Quelle allen Seins bezeichnen.

Es kommt nun darauf an, die vermeintlich kurze Lebensspanne dafür zu nutzen, in die Erkenntnis zu kommen. Wir müssen die Dinge durchschauen lernen. Nur dadurch können wir das Leiden beenden.

Du bist nicht der Arzt, die Krankenschwester, der Lehrer, der Vater, die Mutter oder das Kind. Das sind alles nur Rollen, die auch in die Astralebene mitgeschleppt werden. Man hat aber jederzeit die Freiheit diese Anhaftungen loszulassen.

Ich habe nach wie vor die Idee, einen Ort zu errichten, an dem man sich vom Rest der Gesellschaft abkoppeln kann, um dadurch zu den Erkenntnissen und Offenbarungen kommen zu können, die uns unter den gegebenen Umständen verwehrt sind.

Wenn ich es hier schreibe, dass der Tod nicht das Ende ist, kann man es normaler Weise nicht glauben. Man muss es erfahren. Das geht nur, wenn man bereit ist die Schleier des Vergessens abzulegen. Deshalb müssen wir in gewisser Weise eine Deprogrammierung durchlaufen. Diese wird in Astral-City als die Berichtigungskammer bezeichnet.

Dann können wir erkennen, dass der Tod nur ein Spiel von Illusionen ist, das mit der Geburt beginnt. Die Augen beim Sterben zu schließen bedeutet nicht das Ende der Herausforderungen unserer Existenz. Wir müssen uns durch unser Drama der eigenen Matrix aus Vorstellungen, Paradigmen und Glauben hindurch navigieren. Das muss solange vollbracht werden, bis wir alle Wege der spirituellen Evolution durchschritten und hinter uns gelassen haben. Erst dann werden wir die Wasser des göttlichen Ozeans gefunden haben. Das bedeutet, dass wir auch die Spiritualität loslassen müssen, um bei der Quelle ankommen zu können.

Es gibt immer die Chance für einen Neuanfang. Wenn nicht jetzt, wann dann? Dies ist eine Stimme, die voller Liebe und Vergebung zu dir spricht.

Weitere Filme

Making of Videos. Hier ist nur eines davon:
Making Of 1 – Nosso Lar – Our Home: The Astral City

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