Die Falle “Positives Denken“

Die Falle “Positives Denken“

Hier und da hört man, dass man nicht im Zweifel sein darf. Man muss die Sache positiv denken. Da haben wir es wieder. Es beginnt im Denken. Deshalb gestaltet sich da eine Falle. Aber du bist da nicht allein, diese Falle für dich aufzudecken. Ich war auch durch diese Ebene hindurchgegangen.

Das Problem am positiven Denken ist, dass es sich dabei um ein Konzept handelt, das sich ausschließlich auf der mentalen Ebene abspielt. Man redet es sich ein, dass alles gut sei. Dabei wird verdrängt, was man auch in Betracht ziehen müsste, um ein Gesamtbild zu bekommen.

Was passiert mit dem positiven Denken, wenn plötzlich ein Bandit im Wohnzimmer steht? Dann funktioniert es plötzlich nicht mehr. Da das positive Denken seine Grenzen hat, kann man hier nicht von der allumfassenden Wahrheit sprechen.

Der größte Verbrecher könnte sein Handeln mithilfe des positiven Denkens schönreden. Politiker, Wirtschaftsmanager, Werbespezialisten und viele andere mehr sind alle im positiven Denken geschult worden und fahren ihre Strategien gnadenlos aus, wie wir es alle beobachten können.

Wofür ist das positive Denken gut?

Die Fokussierung auf ein positives Ergebnis des eigenen Handelns bringt Motivation ins Handeln. Man weiß dann, wofür man etwas macht. Das Ziel ist fest im Blick, möglicherweise in einem Tunnelblick.

Das menschliche Handeln braucht das planerisch-positive Denken und die Fokussierung auf Ziele. “Oh, das wird gut!“ Gleichzeitig werden Konsequenzen und der dafür zu zahlende Preis ausgeblendet. Wenn du positive Dinge in dein Leben ziehen willst, musst Du deine Gedanken positiv ausrichten. Die Konsequenz ist, dass das Negative deines Handelns dann nicht mehr gesehen werden kann.

Nimm all die folgenden 500 positiven Affirmationen und sag sie jeweils zehn Mal am Tag auf, dann wird dein Leben besser!

Nein, dein Leben wird dann nicht besser, es wird anders, weil du es anders programmiert hast. Aber auch diese Programme bist nicht du. Hinzu kommt, dass die alten Programme deshalb nicht weg sind, sie wurden nur durch neue Programme überdeckt. Diese müssen aber am Laufen gehalten werden. Und das ist richtig viel Arbeit.

Das bedeutet, irgendwann fährt man die neuen Programme nicht weiter. Es macht ja auch so viel Mühe, jeden Tag diese Rituale usw. Spätestens dann kann man an sich selbst beobachten, wie man wieder in die alten Muster zurückfällt.

Sei es

Wenn du etwas sein möchtest, was du noch nicht bist, dann sei es. Beginne damit es bewusst zu leben. Erst dann bist du es, wenn du es bist. Das bedeutet, auf der Ebene der Schönheit deines Körpers wird deine innere Schönheit nach außen strahlen und die Menschen werden dich als Schönheit wahrnehmen. Es ist nicht etwas von einer aufgesetzten Fassade, einer Maskerade oder Verkleidung. Du kannst in Lumpen herumlaufen, trotzdem wirst du als Schönheit erkannt.

Auf die Ebene der materiellen Dinge, wie Geld übertragen, bedeutet das, dass du dich nicht als Mittellos zeigst. Wer als reich, begehrenswert, selbstbewusst in Erscheinung tritt, zu dem fühlen sich die Menschen gern hingezogen. Das bedeutet nicht, dass du mit Besitz protzen sollst, ein großes Auto fahren, teure Anzüge tragen, oder teure Restaurants besuchen sollst. Nein, es ist deine Ausstrahlung, die dich reich erscheinen lässt. Man bezeichnet das gern mit einer souveränen Ausstrahlung, im Sinne von überlegen, nicht unterwürfig und selbstsicher.

Auf die Ebene des Handelns übertragen bedeutet das, dass du bereits angekommen bist, wo du hinkommen möchtest, dass du bereits bist, was du sein möchtest, dass du bereits hast, was du haben möchtest.

Stelle dir die Aufgabe vor, dass du auf einen 500 Meter hohen Berg hoch klettern möchtest. Die Aufgabe fühlt sich schwer an, wenn du dich unterwürfig, klein und schwach gegenüber dieser Aufgabe zeigst. Wenn du dir aber dessen gewahr bist, dass du bereits auf dem Gipfel des Berges stehst, gibt es die Schwere dieser Aufgabe nicht mehr.

Wechsle die Perspektive

Der Unterschied von der einen Betrachtung zur anderen ist der Perspektivwechsel.

Ich kann die Welt aus der Froschperspektive betrachten. Dann gehöre ich immer zu den Verlierern. Alles wird sich meiner Perspektive entsprechend fügen. Ich zeige mich als Verlierer und ziehe Verlierer an.

Ich kann die Welt aus der Vogelperspektive betrachten. Dann gehöre ich immer zu den Gewinnern. Alles wird sich meiner Perspektive entsprechend fügen, weil ich immer den Überblick über die Dinge habe. Ich ziehe Menschen an, die auch den Überblick bekommen wollen.

Du kannst natürlich so weitermachen und dir einreden, dass du der/die Beste bist, dich hübsch verkleiden, dich maskierend schminken, dich mit Wohlgerüchen einhüllen. Es wird dir auf die Dauer jedoch nichts nutzen. Dein wahres Wesen wird doch erkannt und deine Verkleidung als Lüge entlarvt.

Übrigens: Anzüge werden bei Damen nicht umsonst mit Kostüm bezeichnet. Es sind bei Frauen und Männern Verkleidungen. Die Uniformierung soll die Fassade einer Ernsthaftigkeit und Seriosität herstellen, die es in Wahrheit nicht gibt.

Stelle dir die Menschen nackt vor. In Wahrheit sind es nur lächerliche Figuren, die nur durch ihren Schein eine Wirkung entfalten können. Ein Mensch, der souverän in Erscheinung tritt, muss sich nicht verkleiden und kann sogar auch nackt zu seiner vollen Entfaltung kommen.

Sei was du bist. Sei das göttliche Wesen, dem nichts fehlt, dem niemals etwas gefehlt hat und niemals etwas fehlen wird.

Ambarishah

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