Missachtung wirkt

Krankenschwestern und Pfleger zeigen der belgischen Regierungschefin Sophie Wilmès aus Protest die kalte Schulter und drehen ihr den Rücken zu.

Missachtung wirkt

Die belgische Regierungschefin Sophie Wilmès besucht eine Klinik in Brüssel. Das Pflegepersonal dreht ihr demonstrativ den Rücken zu. Mit der Aktion demonstriert die Krankenhausbelegschaft geschlossen gegen die schlechte Ausstattung mit Personal und Material.

Dieser Akt ist eine Missachtung. Ablehnung kann niemand wirklich gut vertragen. Wir alle waren mal Kinder. Niemand hatte es als Kind gemocht, von Freunden, von den Mitschülern oder von den Geschwistern ignoriert oder missachtet zu werden.

Auch die Mächtigen waren mal Kinder. In einem Interview nach dem Treffen in dem Krankenhaus sagte Wilmès, dass die Gespräche im Haus netter waren, als der Empfang vor dem Haus. Die Aktion hatte ihre Wirkung entfalten können. Das bedeutet, solche Aktionen sind nachhaltiger als Demonstrationen oder Petitionen.

Das Einlenken der Politik, aufgrund von gezeigter Ablehnung, ist dadurch eher möglich. Man stelle sich eine Veranstaltung vor, an der Angela Merkel eine Rede hält. Das Publikum würde ihr den Rücken zudrehen oder einfach weggehen. Was würde sie tun, wenn sie plötzlich allein dasteht und niemand ihr zuhört.

Dieses Prinzip muss man weiterdenken. Es ist zum Beispiel geplant, dass Arbeitgeber das Recht bekommen sollen, die Mitarbeiter zur Impfung aufzufordern. Wer ungeimpft sei, soll nicht mehr beschäftigt werden. Bei Neueinstellungen soll der Impfstatus abgefragt werden. Wenn in diesem Zusammenhang nun die gesamte Belegschaft geschlossen zum Ausdruck bringt, dass sie freiwillig zuhause blieben, würde der Arbeitgeber sie zur Impfung verpflichten. Das würde Wirkung entfalten.

Es gibt sicher noch viele weitere Gelegenheiten, wo das Prinzip der Ablehnung und Missachtung angewendet werden kann. Man kann den eigenen Hausarzt fragen, wie er zu einer geplanten Zwangs-Impfung steht. Wenn er diese für erforderlich hält, sollte man ihm im Frieden begegnen, aber mit Bestimmtheit zum Ausdruck bringen, dass man deshalb einen anderen Arzt konsultieren muss.

Das könnte weitergehen, beim Abgeordneten in der Gemeinde, im Landkreis, im Stadtrat usw. Konkrete Fragen verlangen nach konkreten Antworten. Alle Politiker machen auch Bürgersprechstunden. Bei diesen Gelegenheiten kann man diese mit der konkreten Frage konfrontieren, wie sie zur geplanten Zwangsimpfung durch die EU stehen. Wenn die Antwort so ausfallen mag, dass er meint, nichts gegen die Regelungen tun zu können, die von der Europäischen Union erlassen werden, darf man ihm mit Bestimmtheit sagen, dass man sich deshalb einem anderen Abgeordneten zuwenden muss.

Man kann die Menschen nicht dazu zwingen, zu erwachen. Eine Macht-Demonstration von vielleicht zwei Millionen Menschen an einem Ort bringt Politiker kaum dazu, ihr Verhalten zu verändern. Die geplanten Maßnahmen werden nur verschoben. Sie machen trotzdem weiter. Wenn sie aber an den Schmerz ihrer Kindheit erinnert werden, also ein Schmerz der nie wirklich in die Heilung gebracht werden konnte, dann korrigieren sie ihr Verhalten.

Ein Politiker steht deshalb auf der Bühne und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, weil es ihm nach Anerkennung, nach Gesehen-werden, nach Liebe und Zuneigung dürstet. Da das Thema aus der Kindheit nicht gelöst wurde, muss er sich in den Mittelpunkt des Interesses drängen.

Deshalb wirkt die geschlossene Ablehnung.

Ambarishah

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