Von dem Zwang der Selbstabschaffung

Dystopisches Zukunftsbild: Morgen ist alles besser!

Von dem Zwang der Selbstabschaffung

Wie kann es sein, dass es Menschen gibt, die einen Zwang zu verspüren scheinen, sich selbst zu vernichten? Die kurze Antwort: Es ist eine karmische Frage. Der Mensch erschafft sich die Konsequenzen selbst, unter denen er zu leiden glaubt. Die Selbstvernichtung ist SEINE Antwort auf die Dinge, die ihm in seinem Leben begegnet waren.

Ich kannte eine Frau, die sich selbst nicht lieben konnte. Mit anderen Worten: Sie hatte sich und das was sie getan hatte zutiefst gehasst. Letztendlich hatte sie sich mithilfe ihres Selbsthasses und Selbstverurteilung erfolgreich selbst vernichtet. Das war karmisch betrachtet vorprogrammiert. Der Selbsthass kann rückblickend als Suizid auf Raten betrachtet werden.

Das Prinzip des Selbsthasses darf man durchaus als Bild auf eine ganze Volksgemeinschaft übertragen. Woher der Hass kommt, habe ich hier bereits geklärt. Er entstammt dem kindlichen Missverhältnis, zwischen Interpretation und realem Geschehen. Was aus diesem Nichtverstehen werden kann, können wir heute in Form aktueller Ereignisse gut beobachten. Dazu hier ein Beispiel, wie man es auch beschreiben kann:

Im folgenden Video-Beitrag erwähnt der Interviewgast Friedemann Willemer nur beiläufig, dass er seinen Großvater einst dafür verurteilte, dass dieser aktiv am Zweiten Weltkrieg beteiligt war und die anderen Verwandten und Bekannten sagten, dass sie nichts von den Gräueltaten wussten. Heute könne er beobachten, wie leicht die Bevölkerung wieder in einen Sog hineinrutscht und deshalb hat er das im Video besprochene Buch “Vom Scheitern der repräsentativen Demokratie“ ISBN: 3837223558 geschrieben.

Dies macht zweierlei deutlich. Beide haben es nicht besser gewusst. Sein Großvater nicht und er nicht, als er den Großvater für etwas verurteilte, was er selbst noch nicht verstanden hatte. Die Lösung liegt also nicht in der Verurteilung, nicht dem Großvater gegenüber und auch nicht sich selbst gegenüber. Die Lösung liegt allein im Verstehen, Begreifen und Durchschauen, was wirklich ist.

Wie groß muss das Trauma sein, dass man es nicht betrachten möchte? Überhaupt nicht groß. Bereits die kleinsten Traumata werden verdrängt, weil man sie ja nicht noch einmal erleben möchte. Wie groß die Kriegstraumata sind und die Folgen daraus können wir live aktuell in dieser Welt beobachten. Aber durch die fehlende Aufarbeitung und das Sichtsehen-wollen dessen was wirklich ist, werden die Menschen dasselbe wieder und wieder durchleben müssen. Sie zerstören sich selbst erneut.

Das menschliche Handeln ist zuallererst immer von den Ängsten angetrieben. Ohne Ängste würde man so manches nicht machen. Im folgenden Video-Beitrag kommt ein Buchautor zu Wort, der seit vielen Jahren die Kriegstraumata der Babyboomer-Generation untersucht. Heraus kommt etwas sehr Erstaunliches. So in etwa, dass die Menschen nicht anders können, als sich selbst zu zerstören. Das ist doch sicher auch für dich in diesem Zusammenhang neu zu erfahren.

Der Kanal von Raymond Unger | Buchempfehlung: Die Wiedergutmacher: Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte ISBN: 9783958902343

Die Lösung liegt nicht in der weiteren Eskalation menschlichen Handelns (da muss man doch was machen! Da muss es einen starken Mann geben! Da muss man mal mit der Faust auf den Tisch schlagen!), sondern in der Befriedung von Handeln. Diese Befriedung ist im Aufhören von menschlichem Handeln enthalten.

Das bedeutet, nicht mit dem Strom mitschwimmen, aber auch nicht gegen den Strom zu schwimmen, sondern aus dem Strom auszusteigen. Je mehr Menschen dies tun, desto mehr Deeskalation geschieht.

Man tritt von seinem Handeln zurück und beobachtet es aus einer losgelösten Perspektive. Losgelöst bedeutet aus dem Sog der eigenen Getriebenheit losgelöst. Ich betrachte die Welt als ein multidimensionales Schachspiel, bei dem jeder Mensch eine Spielfigur darstellt, die ihre Strategien gegen andere Figuren ausspielen möchte. Ein Trauma kann nicht auf derselben Ebene gelöst werden, wo es entstanden war.

Da das Trauma auf dem Spielfeld entstanden war, kann es nicht auf dem Spielfeld gelöst werden. Man muss dafür die Perspektive wechseln. Man könnte meinen, vom Täter zum Beobachter. Lass es einfach mal sein und versuche nichts zu tun, außer dich selbst, wie eine dritte Person zu beobachten. Betrachte dich wie im Spiegel. Wer bist du wirklich? Was willst du wirklich? Was ist dein Auftrag wirklich?

Besteht dein Auftrag darin andere Menschen zu nerven, sie zu gängeln, ihnen ständig zu sagen, dass sie falsch seien? Oder besteht dein Auftrag darin, dich selbst zu erkennen, Dir selbst zu verzeihen und zu vergeben? Dadurch wirst du auch anderen Menschen vergeben und verzeihen können. Es kann sein, dass du weinen musst. Das ist gut so. Denn dann verabschiedet sich ein Teil von dir. Dieser Teil deiner Persönlichkeit, der dein Trauma erlebt hatte, darf nun sterben.

Dein Handeln sollte unter deiner Beobachtung davon bestimmt sein, dass du niemandem etwas wegnehmen möchtest, was dieser nicht von selbst hergeben möchte. Es sollte davon bestimmt sein, dass du jeden Menschen so sein lassen kannst, wie er ist. Versuche niemals mehr deine Probleme auf andere zu projizieren. Du bist ohne Trauma tendenziell dein verinnerlichter Frieden, den du nun auch ausstrahlen kannst.

Es gibt das Böse nicht!
Es gibt nur das Nichtverstehen!

Ambarishah

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