Warten auf den Messias

Das Heft in der Hand halten

Warten auf den Messias

Die größte Falle der Menschheit ist das Warten auf einen Retter. Dabei ist der Retter bereits da. Das bist du selbst. Niemand kann dich retten, außer du dich selbst. Wie konnte diese Wahrheit so sehr in Vergessenheit geraten?

Hilfe zu bekommen, sich die Mühen des Alltags abnehmen zu lassen und Dienstleistungen zu mieten gehören in einer zivilisierten Gesellschaft zum Alltag. Jeder tut dies, ohne darüber nachzudenken, was wirklich geschieht. Man bezahlt einen Preis, man bekommt, wofür man bezahlt hat, wo ist da das Problem?

Da gibt es solange kein Problem, bis man es verlernt hat, sich selbst helfen zu können. Einen Hinweis kann dabei das Navigationsgerät geben. Dieser Hinweis offenbart sich aber nur demjenigen, der es sehen möchte. Wer heutzutage mit dem Auto unterwegs ist, fährt in der Regel mit einem Navi. Das ist so schön bequem, man muss nicht nachdenken und folgt einfach der Anzeige auf dem Navi.

Hast du‘s gesehen? Den Hinweis? “Das ist so schön bequem!“ Und “Man muss nicht nachdenken!

Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.

Buddha

Der Schlüssel besteht darin, dir selbst helfen zu wollen, ohne dass jemand für dich nachdenkt. Es gibt dafür eine Redensart, die dieses Bild sehr schön anschaulich darstellen kann: „Das Heft in der Hand halten.“ Was sagt diese Redensart aus? Da gibt es ein Heft und es gibt Hände, die das Heft halten. Es gibt also Hände die das Heft besitzen. Aber was ist das Heft und was steht da drin, in dem Heft?

Ein Heft kann für eine aufgeschriebene Geschichte stehen, für ein Vorhaben, einen Plan oder für ein Konzept. Wenn deine Hände deinen Plan in den Händen halten, haben deine Hände die Macht über den Plan. Das Heft in den eigenen Händen halten bedeutet somit, die Macht über sich selbst haben, das Sagen haben, die Führung innehaben, das Geschehen bestimmen, jemanden beherrschen, den Ton angeben, über sich selbst. Niemand kann das so gut, wie du selbst. Lass dir niemals sagen, dass irgendetwas dir besser helfen kann, außer du dir selbst.

Das hier beschriebene Heft ist aber nicht aus Papier, sondern ein Sinnbild für den Griff von Werkzeugen, Messern oder Waffen. Alles, was du mit deinen eigenen Händen dafür verwenden kannst, etwas herzustellen, etwas zu bearbeiten oder etwas zu bewerkstelligen, besitzt ein Heft, also einen Griff, mit dem das Werkzeug fest in der Hand gehalten werden kann. Es handelt sich bei dem Heft also um ein Sinnbild dafür, sich selbst helfen zu können.

Ein Mensch der sich selbst helfen kann, ist anderen, die dies nicht können, weit überlegen. Denn diejenigen, die dies nicht können, müssen sich in Abhängigkeiten begeben, um Problemstellungen und Herausforderungen zu bewältigen.

Dieses Bild spiegelt sich auch im menschlichen Ringen um die Macht über andere Menschen wider. Menschen, die über andere Menschen bestimmen wollen, müssen es zuvor geschafft haben, die Menschen in ihre Abhängigkeit zu bringen. Erst danach ist es möglich, Macht ausüben zu können. Sie kommen immer mit Engelszungen auf dich zu, versprechen dir den Himmel auf Erden, nur um bestimmen zu können. Sie berichten von Luftschlössern, Träumen und Hoffnungen, die nie und nimmer realisiert werden können, nur um dich für sich zu gewinnen.

Wenn sich nun eine neue politische Partei gegründet hat, ist dies keinesfalls als ein Befreiungsakt zu verstehen, sondern als die Vorstufe, vor der Entmachtung. “Das Heft wird aus der Hand gegeben.” Die bestehenden politischen Bewegungen und Parteien sind nicht dazu in der Lage, das politische System grundlegend zu verändern. Wäre eine Kraft dazu in der Lage, würde sie rasch wieder verboten werden. Wenn nun über die neu gegründete Partei Widerstand2020 (Google suche) sogar im Mainstream geschrieben wird, dürfen wir davon ausgehen, dass die Bewegung dem System nicht gefährlich werden kann. Sie sind dazu nicht in der Lage. Es kann gut sein, dass solche Bewegungen sogar dafür benutzt werden, die einen auf die anderen zu hetzen.

Die meisten Menschen fallen auf solche Verführungen herein, weil sie im Außen nach Lösungen suchen. “Es muss doch etwas getan werden, damit es besser wird!“ Weil andere Menschen etwas tun, was sich gegen das Wohl von Menschen auswirken kann, glauben viele, dagegen etwas tun zu müssen.

Die Lösung besteht aber nicht darin, etwas zu tun, sondern nichts mehr zu tun. Stell dir vor, niemand würde mehr etwas tun und etwas von anderen verlangen. Was würde dann geschehen? Dann wäre es endlich still! Das Getöse dieser Welt würde verstummen!

Die Lösung besteht also nicht darin, auf den Messias im Außen zu warten, sondern damit zu beginnen, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Die Lösung besteht nicht darin, etwas zu tun. Die Lösung besteht darin zu sich selbst zurück zu gehen, in die Stille zu gehen, für sich selbst einzustehen. Das ist die einzige Lösung, die das politische System wirklich und nachhaltig verändern kann.

Die Chance, die wir mit der Pandemie bekommen haben, besteht darin, zu sich selbst zurückzukehren. Also vom Außen loszulassen und zu sich selbst zu finden. Das bedeutet, die Identifikationen, die mit der Welt in Verbindung stehen, zu lösen. Zum Vorschein kommt das, was du wirklich bist. Das ist die Stille, die sich in der unendlichen Liebe von “Alles was ist“ über alles was ist ausdrücken kann. Du bist “Alles was ist“! Du bist die unendliche Liebe!

Veränderungen hat es immer gegeben. Politische Umbrüche gab es in der Vergangenheit unendlich viele. Man darf sich nur nicht in den Strudel hineinbegeben, der durch die Kräfte in der Welt erzeugt werden. Diejenigen, die nicht an der Welt anhaften und in sich selbst gefestigt sind, können jede Wandlung unbeschadet überstehen. Wenn jetzt das Chaos und der Zusammenbruch im Außen stattfinden soll und du in deine Stille und in deinen Frieden gefunden hast, kann alles um dich herum zusammenbrechen. Aber dich wird es nicht treffen.

Warte nicht auf den Messias. Er ist bereits da. Das bist du selbst. Niemand kann dich retten, außer du dich selbst.

Ambarishah

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