Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist?

Bora-Bora Französisch-Polynesien

Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist?

Kürzlich habe ich die Frage gestellt bekommen, welchen Sinn es überhaupt macht, dass jetzt die dunklen Kräfte an die Macht kommen sollen. Meine Antwort war: „Diese Betrachtung ist sinnlos. Denn das Dunkle existiert nicht als die dunklen Kräfte, sondern als du, durch dich und durch dein Streben. Du ermöglichst durch dein Streben, also durch dein ‘ICH BIN‘ ihr Wirken. Du erscheinst gleichzeitig hier im Diesseits, als das was du denkst zu sein und bist gleichzeitig als diese dunklen Kräfte da im Außen anwesend. Und es gibt nur die Freude, bei diesem Spiel mit dabei sein zu dürfen.“

Das bedeutet, auch diese Frage kann man aus vielen unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Man könnte diese Frage auch so stellen: „Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist?“

An vielen anderen Stellen habe ich erwähnt, dass wir Eins sind und gleichzeitig auf allen erdenklichen Ebenen existieren, die sich zwischen dem Urgrund (Quelle; Gott) und dem diesseitigen Erleben ereignet. Nur das Erleben, also das Interpretieren, Deuten und Urteilen trennt uns davon. Würdest du dies nicht mehr tun, würdest du unmittelbar erkennen, dass du gleichzeitig du und diese scheinbar dunklen Kräfte bist. Mit diesem Erkennen würdest du wissen, dass du einen Anteil daran hast, dass sie existieren und würdest den inneren Antrieb verspüren, damit aufhören zu wollen. Aufhören kannst du aber nur deine Spielteilnahme, indem du aufhörst zu urteilen.

Aus den Ebenen über der Astralebene, in die 3D-Ebene geschaut, würdest du dich als dein Gegenüber erkennen. Also du bist der Apfel, den du isst. Du bist dein/e Partner/in, die dich liebt. Du bist der Stein, über den du stolperst. Du bist dein Arbeitgeber, der dich stresst. Du bist die Kassiererin im Supermarkt, die unfreundlich zu dir ist. Du bist also gleichzeitig derjenige, der etwas erlebt und derjenige, der das Erleben mit dir macht.

Aus der Astralebene, in die 3D-Ebene geschaut, würdest du das Schauspiel, das hier im Diesseits stattfindet, als genauso dramatisch empfinden, wie du es jetzt hier im Diesseits scheinbar nicht anders tun kannst. Der einzige Unterschied ist, dass du astral als Geist und ohne einen Körper existierst, dass du dich zwar läutern kannst, also lernen und begreifen kannst. Dieses Erkennen geht scheinbar wieder verloren, mit der nächsten Geburt. In Wirklichkeit ist es aber nie verloren gegangen, sondern es ist verdeckt durch dein diesseitiges verschwurbeltes Denken.

Eigentlich ist nichts passiert

Eigentlich verändert sich nichts. Es hatte sich noch nie etwas verändert und es wird sich auch nie etwas ändern. Allein der Spielraum kann abgeschafft werden. Also die Theaterbühne kann verlassen und abgebaut werden. Was sich im Diesseits ändern kann ist dein Umgang mit dir selbst. Damit hast du dann die Voraussetzung dafür geschaffen, die Astraleben zu überspringen und hingehen zu können, wo es dir beliebt.

Im Jahr 404 vor Christus soll sich in Griechenland die sogenannte tyrannische Herrschaft der Dreißig ereignet haben. Es war die Zeit, als auch Sokrates aus dem Schierlingsbecher getrunken haben soll und sich dadurch auf Verlangen der Herrscher selbst gerichtet hat. In dieser Zeit herrschten dreißig Oligarchen. Es wird als eine Herrschaft von Tyrannen beschrieben, die nur ihren eigenen Vorteil gesehen hätten und alle Meinungs-Gegner hinrichten ließen. „Sokrates würde der Jugend den Kopf verdrehen!“ hieß es damals. Aber ihre Herrschaft dauerte nur acht Monate.

Was haben die Menschen aus dieser dunklen Zeit der Geschichte gelernt? In Wahrheit nichts! Immer glaubten die Menschen, es anders machen zu müssen. Also anders in der Ansichts-Form von besser. Es scheint so, als würden sie immer wieder und wieder dieselben Fehler machen. Je mehr sie im Denken, Interpretieren und Beurteilen sind, desto weiter entfernen sie sich von dem, was sie wirklich sind. Das war in der materiellen Welt schon immer so.

Die Menschen selbst können also nichts lernen. Sie können nur in ihrem jeweiligen Leben zu der Einsicht kommen, dass sie es selbst sind, die sich in die jeweilige Bredouille gebracht haben. Sie würden sich dann selbst in den anderen Ebenen ihrer Existenz erkennen. Mit diesem Schauen erscheinen die dunklen Kräfte dann nicht mehr wie Tyrannen, sondern als ein Teil von sich selbst, also als ein Teil ihres eigenen Spiels, das man sich einst selbst kreiert hatte.

Ein Jahrmarkt ist ein Jahrmarkt und nie die Quelle

Diese Welt kann als ein Jahrmarkt aus Abermilliarden Möglichkeiten und Parallelwelten verstanden werden. Aber keine einzige Möglichkeit oder kein einziges Theater ist dazu in der Lage, dich in die Freiheit zu entlassen oder dir deinen Frieden zu geben. Das kannst du nur selbst indem du damit aufhörst den Geschichten dieser Welt zu folgen. Ein Jahrmarkt kann nie der Frieden sein. In seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen kann er nur als Frieden erscheinen.

Man hört gern die Geschichten, dass sich zwischen Gott und den Menschen der Weg zu Gott befinden würde. Wir sind alle auf dem Weg, sagt man gern. Auf diesem Weg würde das Lernen und die Bewusstwerdung stattfinden. Das stimmt nur, wenn du von unten nach oben schaust. Von unten betrachtet erscheint ein Weg auf den Gipfel eines Berges immer beschwerlich.

Tatsächlich dürfen wir verstehen, dass es den Berg gar nicht gibt. Das erkennst du aber erst dann, wenn du oben angekommen bist. Und wenn es den Berg nicht gibt, dann gibt es auch den Weg nicht. Wenn es den Weg nicht gibt, dann gibt es in Wahrheit auch nicht die Ebenen oder Dimensionen. Es gibt nur den jetzigen Moment, in dem etwas schwierig erscheinen kann. Dann darf man sich fragen, weshalb es so erscheint.

Zum Vergleich dürfen wir uns einmal in eine Situation hinein empfinden, wie es früher war, wenn wir uns vor einer Prüfung befanden. Vor der Prüfung kann die Herausforderung unerträglich schwer erscheinen. Nach der Prüfung existiert die Herausforderung gar nicht mehr.

Es ist also allein die Vorstellungskraft, die einen Weg kreiert und ihn beschwerlich erscheinen lassen kann. In Wahrheit gibt es auch den Jahrmarkt nicht, den wir als die Welt interpretieren mögen. Tatsächlich bist du bereits da, wo du hingelangen möchtest, also in deinem Frieden und in deiner Freiheit. Was dies verhindert ist dein Denken, bzw. deine Kraft, die Dinge anders zu betrachten als sie wirklich sind.

Wo sind die anderen Welten?

All die paradiesischen Welten existieren nicht außerhalb der Astralwelt. Sie sind als Teile davon zu betrachten. Wo befinden sich Xanadu, Plejaden, NWO, Golden Age, Paradies oder Elysion? Sie sind nicht wirklich und werden in dieser Welt so nie wirklich sein. Sie befinden sich auf der Ebene des Denkens und Glaubens der Menschen.

Der Glaube entsteht durch Überzeugung. In dem Begriff Überzeugung befindet sich die Zeugung. Das bedeutet, derjenige, der sich von etwas überzeugt hat, hatte in sich selbst die Annahme erzeugt.

Natürlich würde es das goldene Zeitalter wie oft beschrieben geben können, wenn die Menschen doch endlich … Aber das werden die Menschen nicht können, weil sie in der Masse nicht anders können, als im Denken zu verbleiben. Da haben wir es wieder. Es gibt das Böse nicht, sondern nur Unwissen.

Nun befinden wir uns als Mensch im Denken lediglich auf der Ebene des Geistes. Der Geist ist das dämonenhafte Wesen, das in der Umnachtung, also in der Trennung von “Alles was ist“ entstanden ist. Dieser Geist kann nicht wissen, dass sein Ursprung in “Alles was ist“ liegt, bzw. dass es ein Teil davon ist und deshalb mit allem verbunden ist. Sondern, dieser Teil geht davon aus, dass er alles sei und als Geist das Zentrum des Universums sei. Er weiß es nicht besser. “Alles dreht sich um mich.“ Womit wir das Ego und die Ich-Wahrnehmung beschrieben hätten.

Das Ego, als die Selbstbezogenheit, kann sich auf der Astral-Ebene auflösen, jedoch nicht die Ich-Wahrnehmung. Deshalb kann die Ich-Wahrnehmung nicht auf der Astralebene aufgelöst werden. Jeder ungelöste Schmerz sammelt sich in der Ich-Wahrnehmung an. Denn das “Ich-Bin“ hat es ja erlebt. Eine Läuterung kann sich in der Ich-Wahrnehmung als sein eigener Spiegel ereignen. Der Geist, der einst ein brutales Verbrechen begangen haben kann, kann dadurch sogar zu einem Helfer auf der astralen Ebene werden, der anderen Geistern bei deren Läuterungsprozessen helfend zur Seite steht.

Die Versöhnung heilt

Wenn wir zu Lebzeiten im Denken an der Werdung unseres Geistes mit all seinen erlebten Schmerz gearbeitet haben, können wir nicht erwarten, dass dies auf der Astralebene aufhört. Die Verstrickung des Erlebens macht es, je mehr hinzukommt, unmöglich wieder herauszufinden. Immer neue Möglichkeiten eröffnen sich uns, diesen Schmerz zu ignorieren und das Spielfeld erneut als weitere Inkarnation verkörpert und auf eine neue Weise zu betreten. Doch dann wird wieder alles vergessen sein und wir fragen uns erneut, warum wir ausgerechnet dieses Schicksal erleben müssen.

Ich stelle mir dabei ein Paar vor, das eine sehr lange Ehe zusammen lebte. Sie konnten nicht wirklich miteinander, können aber auch nicht ohne einander sein. Irgendetwas scheint sie aneinander zu binden. Worum handelt es sich da, was sie aneinanderbindet? Es ist der einst sich gegenseitig zugefügte Schmerz, der gesehen und gelöst werden möchte. Immer neuer hinzugefügter Schmerz, durch Beleidigung, Herabwürdigung oder Missachtung verstärkt die karmische Verbindung. Nur die Liebe, in Vergebung und Versöhnung zueinander kann diesen Knäul aus scheinbar unentwirrbarem Schmerz wieder auflösen.

Das ist nur ein Beispiel. Aber dieses Beispiel darf man sich durchaus auf die große Welten-Bühne übertragen vorstellen. Das Böse kann nicht besiegt werden, indem man Menschen an die Wand stellt und erschießt. Es kann sich nur auflösen, indem wir selbst damit aufhören “ICH-BIN“ zu sagen und damit beginne, dem was geschieht keine Bedeutung mehr gebe. Wenn der Hass für mich keine Bedeutung mehr hat, verlaufen alle Angriffe auf der Ebene des Hasses an mir vorbei. Ich bin dann nicht mehr davon betroffen und alles ist gut.

Um den Schmerz wirklich zu lösen müsste man an der eigenen Existenz auf der Astralebene vorbeigehen. Erst dann ist es zu erkennen, was, wie und warum man sich selbst kreiert hatte. Dann kann man sich mit sich selbst versöhnen und die Welt kann das sein, was sie ist und alles ist gut.

Ambarishah

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